Alle vier Schützenvereine sagen ihre Feste ab
Könige regieren zwei Jahre lang

Telgte -

Schweren Herzens haben die vier Telgter Schützenvereine ihre diesjährigen Schützenfeste wegen der Corona-Krise abgesagt. Für die derzeitigen Regenten hat das Folgen.

Dienstag, 05.05.2020, 14:50 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 14:22 Uhr
Die vier Telgter Schützenvereine mussten ihre diesjährigen Schützenfeste schweren Herzens absagen.
Die vier Telgter Schützenvereine mussten ihre diesjährigen Schützenfeste schweren Herzens absagen. Foto: Bernd Pohlkamp

In diesem Jahr wird es in der Emsstadt kein Schützenfest geben. Nach zahlreichen Gesprächen haben sich die vier Telgter Schützenvereine gemeinsam darauf verständigt, ihr jeweiliges Schützenfest abzusagen. Diese Absage betrifft die Schützengilde Raestrup, den Schützenverein Raestrup-Heidker, die Schützenbruderschaft St. Rochus Verth-Schwienhorst und die Schützenbruderschaft St. Hubertus Vechtrup.

Auf Vorstandsebene berieten sich die Vereine in den letzten Tagen telefonisch. Die letzte Telefonschalte vereinte dann die Vorsitzenden der vier Schützenvereine: Franz-Josef Inkmann, Alfons Rüter, Michael Peperhove und Andreas Pröbsting .

Die dramatische Entwicklung um das bedrohliche Corona-Virus hat nun dazu geführt, diesen nicht leichten Weg zu gehen. Schweren Herzens haben die vier Vereinsvorstände diese Entscheidung getroffen, heißt es in einer Mitteilung an die WN. Das sei ein Novum in den Vereinschroniken der Schützenvereine. Auch das gab es noch nicht: Erstmals regieren die Schützenkönige zwei Jahre lang. Das sind bei der Schützenbruderschaft St. Rochus Verth-Schwienhorst Königin Birgit Peperhove, bei der Raestruper Schützengilde ist dies Jan Brokamp, bei den Raestruper Heidkern geht Thorsten Siegemeier in sein zweites Amtsjahr. Bei der Schützenbruderschaft St. Hubertus Vechtrup begleitet Christian Grachtrup den Verein noch ein zweites Jahr als amtierender König. „Wir bedauern diese Absagen natürlich sehr. Denn wir hatten bis zum Schluss gehofft, mit unseren Mitgliedern und Freunden gemeinsam zu feiern und soziale Kontakte zu pflegen“, sagte Andreas Pröbsting, Vorsitzender von St. Hubertus Vechtrup, stellvertretend für alle vier Vereine. Da die Prognosen deutlich machen, dass das Risiko einer Ansteckung auch weiterhin sehr hoch ist, gehe die Gesundheit aller eindeutig vor: „Feiern werden wir bestimmt wieder“, blicken die vier Vereinsvorsitzenden zuversichtlich in das neue Jahr 2021. Eine kleine Tür halten sich die vier Vereine dennoch offen: Sie behalten sich vor, eventuell im Herbst oder im Winter noch kleinere Veranstaltungen, soweit die Lage dieses zulässt, durchzuführen. Hierüber informiert dann jeder Verein separat.

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