Diskussion um Kreuzung in Westbevern-Dorf
Neugestaltung ja – aber wie?

Westbevern -

Den Ausbau des Kreuzungsbereiches Grevener Straße/Lengericher Straße in Westbevern-Dorf befürworten eigentlich alle. Gerade auch deshalb, um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu verbessern. Doch bei der Frage nach dem Wie sind noch unzählige Fragen offen.

Donnerstag, 07.05.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 10:49 Uhr
Die Kreuzung Grevener Straße/Lengericher Straße soll umgestaltet werden. Nur wie?
Die Kreuzung Grevener Straße/Lengericher Straße soll umgestaltet werden. Nur wie? Foto: Stefan Flockert

„Wollen wir die Kreuzung anfassen? Oder lassen wir lieber die Finger davon?“ Diese Fragen richtete Bürgermeister Wolfgang Pieper an die Fraktionen im Rahmen des Hauptausschusses. Denn eins sei für ihn klar: „Die Meinungsbildung im Rat muss deutlich sein.“ Das Problem: Die Haltungen zum Thema Ausbau des Kreuzungsbereiches Grevener Straße/Lengericher Straße in Westbevern-Dorf seien ganz unterschiedlich, teilte der Bürgermeister weiter mit.

Eigentlich hätte es bereits einen Termin mit Straßen.NRW geben sollen, der habe jedoch aufgrund der Corona-Krise bis dato nicht stattfinden können, so Pieper weiter. Deswegen sei es zu deutlichen Verzögerungen im Rahmen des Abstimmungsprozesses gekommen. Dennoch räumte er mit einem auf: „Die Annahme, nächste Woche wird da gebaut, ist vollkommen falsch.“

Klaus-Werner Heger (SPD) hakte an der Stelle ein und gab zu bedenken, den städtebaulichen Aspekt an dieser Stelle zu berücksichtigen. Ein Kreisverkehr werde einem Ortsmittelpunkt in keiner Weise gerecht. Darüber hinaus gelte es nicht nur, die verkehrlichen Aspekte zu berücksichtigen. Heger erachtete es als sinnvoll, die Fertigstellung des Ausbaus der B 51 sowie der B 481 abzuwarten und zu schauen, welche Verkehrsströme sich daraus entwickeln.

Dem pflichtete Bürgermeister Pieper bei. „Das sind alles Aspekte, die wir auf dem Schirm haben. Wir wollen uns die Optionen für die Stadt offenhalten.“ Das umfasse nicht nur den Aufbau der Kreuzung, sondern auch den etwaigen Erwerb von Grundstücken.

Konkreter ist an dieser Stelle die CDU. Die Christdemokraten sind der Ansicht, dass sich die Stadt aktiv um den Grunderwerb im Kreuzungsbereich kümmern muss. „Art und Umfang der Umgestaltung des Kreuzungsbereiches hängen ab von den sich ergebenden Möglichkeiten zum Grunderwerb und der weiteren Unterstützung durch den Landesbetrieb Straßen. NRW“, schreibt die CDU in ihrer Stellungnahme. Dennoch verfolge man schon jetzt besondere Ziele: „Der Ortskern Westbevern-Dorf muss für den Fußgänger- und Fahrradverkehr sicherer und besser werden.“ So müsse im Kreuzungsbereich ausreichend Platz für die sichere Aufnahme des bestehenden Pkw- und des Lkw-Verkehrs geschaffen werden. Dabei seien auch landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie Baustellenfahrzeuge zu berücksichtigen. Insbesondere sollten mit dem Ausbau des aktuell viel zu engen Kreuzungsbereiches die Gefahrensituationen für Radfahrer und Fußgänger behoben werden. Ebenso sollten nach Meinung der Christdemokraten Maßnahmen zur Vermeidung von zusätzlichem Verkehrsaufkommen durchgeführt werden.

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