Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner
350 Bäume behandelt

Telgte -

Mit einem sogenannten Biozid sollen in Telgte im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner die Eichen besprüht werden.

Freitag, 08.05.2020, 15:57 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 11:24 Uhr
Die Eichen wurden mit einem Bakterium besprüht, das die Raupen des Eichenprozessionsspinners tötet, für den Menschen aber absolut ungefährlich ist.
Die Eichen wurden mit einem Bakterium besprüht, das die Raupen des Eichenprozessionsspinners tötet, für den Menschen aber absolut ungefährlich ist. Foto: Stadt Telgte

Aus den Erfahrungen der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Jahr 2019, hat die Stadt Telgte für das Jahr 2020 geplant, die Eichen unter anderem mit einem sogenannten Biozid zu spritzen.

Nach dem ausreichenden Blattaustrieb sollen je nach Ausmaß des Befalls, möglichst viele Bäume behandelt werden, um die weitere Entwicklung des Eichenprozessionsspinners an den jeweiligen Bäumen zu beenden, heißt es in einer Pressemitteilung der Verwaltung.

An zwei Tagen in dieser Woche wurde das Mittel mit hohem Druck in die Kronen der Eichen hineingespritzt. Insgesamt wurden nach dem zweitägigen Einsatz rund 350 Bäume behandelt.

Bei der Auswahl der Bäume hat man nach einer vorher festgelegten Priorität die im vergangenen Jahr befallenen Bäume besprüht. So wurden Eichen an Schulen, Kinderspielplätzen, Schulwegen, in Parkanlagen und auf häufig benutzen Geh- und Radwegen behandelt.

Das eingesetzte Mittel, Bacillus thuringiensis (Bt) (Produkt Foray ES), ist ein zielgerichtetes Insektizid für die Larven des EPS. Es handelt sich bei dem Wirkstoff um ein natürlich vorkommendes Bakterium, das Insekten befällt und diese abtötet. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners nehmen den Wirkstoff über das Blatt auf, so dass diese nach kürzester Zeit sterben.

Für den Menschen ist dieses Bakterium absolut ungefährlich.

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