Goldhochzeit im Hause Tippkötter
Liebe auf den ersten Blick

Westbevern -

Elisabeth und Bernhard Tippkötter sind am heutigen Dienstag seit einem halben Jahrhundert verheiratet.

Dienstag, 12.05.2020, 00:01 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 05:39 Uhr
Elisabeth und Bernhard Tippkötter sind heute seit 50 Jahren verheiratet.
Elisabeth und Bernhard Tippkötter sind heute seit 50 Jahren verheiratet. Foto: Bernhard Niemann

Liebe auf den ersten Blick: Das trifft im wahrsten Sinne des Wortes auf Elisabeth und Bernhard Tippkötter zu, die am heutigen Dienstag ihr Goldene Hochzeit feiern. Aus einem ersten Kontakt bei einer Landjugend-Veranstaltung wurde gleich eine feste Verbindung.

Eine größere Feier ist in Anbetracht der Coronakrise nicht möglich. „Wir wollen diese aber im kleinen Familienkreis nachholen, wenn es wieder möglich ist.“

Das glückliche Paar, das auf abwechslungsreiches Leben zurückblickt, wird sich aber am Jubeltag über viele Anrufe verbunden mit den Glückwünschen aus dem Familien und Verwandten Kreis, Vereinen und Gruppen und der Nachbarschaft freuen dürfen. Und das eine oder andere Ständchen wird auch dabei sein. Drei Kinder und zehn Enkelkinder werden schon dafür sorgen, dass das Goldpaar einen schönen Tag erlebt.

Gleich gefunkt haben sich die beiden bei einer Landjugendparty in Westbevern, die am 11. November 1967 in der ehemaligen alten Reithalle an der Grevener Straße stattfand. Dort traf Elisabeth Reismann, so ihr Mädchenname, die zum ersten Mal auf einer derartigen Veranstaltung war, auf eine aus vier jungen Männern bestehende und sehr lustige Gruppe aus Milte. Dieser gehörte auch Bernhard Tippkötter an, der gleich ein Auge auf die junge Dame aus Westbevern geworfen hatte - wobei das auch umgekehrt der Fall war. „Das Quartett hat mich nach Hause gebracht. Bernhard hat am nächsten Tag den Weg von Milte nach Westbevern zu meinen Elternhaus gleich wiedergefunden“, blickt Elisabeth mit Freude zurück.

Vor fünf Jahrzehnten gaben sie sich das Ja-Wort. Getraut wurden Elisabeth und Bernhard Tippkötter von Pfarrer Heinrich Wiesmann in der Kirche St. Cornelius und Cyprian in Westbevern. Der Hochzeit schloss sich der Einzug in das schmucke Eigenheim an.

Bernhard begann nach der Schulzeit eine Lehre als Maler bei der Firma Dreimann in Milte. Einige Gesellenjahre bei Betrieben in Neubeckum und Handorf schlossen sich an, bevor die Bundeswehrzeit folgte. Vom Malerhandwerk, das er heute noch beherrscht, wechselte er zur Bundesbahn. 33 Jahre war er dort bis zum Rentenalter tätig, begann als Schrankenwärter und war dann im Gleisbau aktiv.

Bernhard Tippkötter kann handwerklich eigentlich alles. Zahlreiche Gegenstände vor dem Haus wie Windmühle, Steele und das nachbebaute alte Wohnhaus in Miniaturform zeugen davon.

Auch für die Allgemeinheit legt sich er Jubilar mächtig ins Zeug, baut Sitzbänke aus Holz und fertigt die dazugehörigen Stützpfeiler aus Beton an. Diese stehen an den Wanderwegen des Westbeverner Krink, deren Wanderwart Bernhard Tippkötter ist.

Seit 2008 ist Tippkötter aktiver Sänger im Shantychor Ostbevern und seit 2015 auch dessen Vorsitzender.

Gemeinsame Ausflüge mit seiner Frau Elisabeth, vornehmlich an die Nord- und Ostsee, und sowie Radtouren gehören schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil in ihrem Leben.

Elisabeth Tippkötter schloss an ihre Schulzeit eine Lehre im Einzelhandel bei Bellenhaus in Münster an. Ein Jahr Küche bei Dr. Pack und in einem weiteren Haushalt folgten.

Familie, Haus und Garten füllen ihren Tag aus, den die mit Freude bewältigt. Zeit zum Radfahren und Kartenspielen bleibt auch noch.

Für die zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten ihrer Mannes bringt Elisabeth viel Verständnis auf und freut sich mit ihm, wenn er seine Vorhaben umsetzen konnte – viele davon im Zusammenspiel mit den stets helfenden Krinkrentnern.

In Gesprächen den Konsens suchen, Zuversicht verbreiten, Hilfsbereitschaftzeigen und ein gutes Miteinander pflegen, das alles zeichnet die Jubilare aus. „Wir sind gesund, erfreuen uns an unserem Umfeld mit der schönen Natur, können uns viel bewegen und hoffentlich noch vieles zum Wohl der Familie und der Allgemeinheit beitragen.“

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