Glasfaserausbau im Außenbereich beginnt in der Emsstadt
„Ein Meilenstein für Telgte“

Telgte -

Rund 1300 Haushalte, 115 Gewerbebetriebe und vier Schulen in Telgte können sich freuen: Denn mit dem Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Warendorf, der am Montag in der Galgheide an der Stadtgrenze zu Münster erfolgte, ist bei ihnen der Weg frei für schnelles Internet.

Dienstag, 19.05.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 17:00 Uhr
Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe (Mitte), der im Außenbereich wohnt, ist einer der ersten Telgter, die demnächst in den Genuss des schnellen Glasfasernetzes kommen. Bürgermeister Wolfgang Pieper (l.) und Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer (r.) freuen sich über den wichtigen Schritt in die Zukunft.
Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe (Mitte), der im Außenbereich wohnt, ist einer der ersten Telgter, die demnächst in den Genuss des schnellen Glasfasernetzes kommen. Bürgermeister Wolfgang Pieper (l.) und Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer (r.) freuen sich über den wichtigen Schritt in die Zukunft. Foto: Andreas Große Hüttmann

Rund 1300 Haushalte, 115 Gewerbebetriebe und vier Schulen in Telgte können sich freuen: Denn mit dem Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis Warendorf, der am Montag in der Galgheide an der Stadtgrenze zu Münster erfolgte, ist bei ihnen der Weg frei für schnelles Internet. 205 Kilometer Kabel werden dafür in den nächsten Monaten in den geförderten Bereichen alleine in Telgte verlegt.

Entsprechend groß war am Montag die Freude bei Bürgermeister Wolfgang Pieper und Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer. Der Breitbandausbau im Außenbereich ist für Pieper ein wichtiger Meilenstein, doch auch andere Bereiche des Stadtgebietes können demnächst in den Genuss von Glasfaser kommen (siehe Kasten). Denn parallel zum geförderten Programm hat die Stadt zusammen mit der Deutschen Glasfaser ein sogenanntes privatwirtschaftliches Programm angestoßen, das – ein entsprechendes Interesse einer Mindestzahl von Bürgern vorausgesetzt – für einen schnellen Datenfluss sorgen soll. Nur die Altstadt ist dabei vorerst noch nicht im Programm.

Die Deutsche Glasfaser hat nach Angaben der Stadt in Telgte und Ostbevern bereits damit begonnen, Bürger, die im geförderten Ausbaubereich wohnen, über die Möglichkeiten des Glasfaseranschlusses und die Tarifangebote zu informieren. Zusätzlich wird es nach Angaben der Verantwortlichen noch Online-Info-Abende geben, und Mitarbeiter des Unternehmens werden als Ansprechpartner vor Ort präsent sein. In Telgte soll bald zudem ein Baubüro eingerichtet werden.

„Wer zuvor nur sehr schlecht oder mit Zuschaltung des Mobilfunks mit dem Internet versorgt war, bekommt so einen zukunftsfähigen Anschluss“, sagte Bürgermeister Wolfgang Pieper beim offiziellen Spatenstich. Er sprach von einem wichtigen Projekt, das zeige, dass etwas sehr gutes entstehen könne, wenn alle Partner und Parteien an einem Strang ziehen würden. Er sparte nicht mit Kritik am Ist-Zustand. „Es ist zu lange auf das Kupferkabel gesetzt worden“, betonte er. Letztlich aber, das machte er ganz deutlich, sei Glasfaser das Mittel der Wahl für die Zukunft.

Für die geförderten Adressen werden nach Angaben der Deutschen Glasfaser, die das Projekt umsetzt, durch den Ausbau Übertragungsraten von 1000 Mbit pro Sekunde möglich sein. „Im Hinblick auf neue Technologien – wie den 5G-Mobilfunkstandard – soll eine gigabitfähige Infrastruktur auch für die Außenbereiche der richtige Schritt in die Zukunft sein“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beim Spatenstich in Telgte ebenfalls vor Ort war Ostbeverns Bürgermeister Wolfgang Annen. „Eine ultraschnelle Internetverbindung ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung vieler landwirtschaftlicher Betriebe, denn schon heute sind zahlreiche Betriebsabläufe digitalisiert. Durch den Glasfaserausbau können sich die Hofstellen besser für neue Innovationen aufstellen“, erklärte er.

In Telgte und Ostbevern startet das Glasfaserprojekt im Kreis Warendorf. Rund 7200 Kilometer Kabel werden verlegt, um etwa 13 000 Haushalte, rund 2000 Unternehmen und 50 Schulen an die Datenautobahn anschließen zu können.

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