Wohnstift St. Clemens
Freude und Erleichterung

Telgte -

Über das Besuchsfenster und den Besuchsraum sind im Wohnstift St. Clemens wieder mehr Kontakte zwischen Bewohnern und Angehörigen möglich.

Freitag, 22.05.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 24.05.2020, 15:58 Uhr
Über das Besuchsfenster und im Besuchsraum sind nun wieder Kontakte möglich.
Über das Besuchsfenster und im Besuchsraum sind nun wieder Kontakte möglich. Foto: privat

In diesen schwierigen Zeiten, die geprägt sind von Kontaktsperren, bietet das Wohnstift St. Clemens seit Anfang Mai eine alternative Kontaktmöglichkeit für Bewohner und deren Angehörige neben Skypen, Telefonieren und dem ganz klassischen Schreiben von Briefen an: das Besucherfenster. Bewohner und Angehörige begegnen sich am liebevoll dekorierten Treffpunkt am Fenster und tauschen sich über das Erlebte aus, heißt es im Bericht der Einrichtung.

Seit Muttertag ist durch den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales eine weitere Änderung in der Besuchsregelung erfolgt. So können sich Bewohner und Angehörige unter Einhaltung der notwendigen Schutzmaßnahmen innerhalb der Einrichtung in einem separaten Raum treffen. Im Wohnstift St. Clemens sind drei Begegnungsplätze im Veranstaltungsraum eingerichtet worden.

Um den Bewohnern so viel Kontakt wie möglich zu ihren engsten Angehörigen zu ermöglichen, vergeben die beiden Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes bei einer telefonischen Anmeldung Termine sowohl für den Besucherraum als auch für das Besucherfenster.

Positives Zwischenfazit

Nach der ersten Woche, in der das Besucherfenster und der Besucherraum geöffnet waren, zieht das Wohnstift St. Clemens ein positives Zwischenfazit. „Auch wenn Umarmungen und Berührungen weiterhin verboten sind, spürt man deutlich die Freude und Erleichterung bei den Bewohnern sowie Angehörigen über ein Wiedersehen“, bemerkten Indra Maria Herrmann und Anne-Catherine Kämpf übereinstimmend.

Angehörige und die Nachbarn zeigen besonders in dieser Zeit mit vielen kleinen Gesten und Aufmerksamkeiten – unter anderem die „Mittwochstüte“ der Nachbarn und Körbe, bestückt mit Süßigkeiten und Obst von Angehörigen –, wie sehr sie an die Mitarbeiter und Bewohner im Wohnstift denken und ihnen dankbar für ihre Arbeit sind, die sie nicht nur in dieser Zeit leisten. Die Mitarbeiter aller beruflichen Bereiche sind ein eingespieltes Team und versuchen alles, um den Bewohnern diese Zeit so schön wie möglich zu gestalten.

Josef Eichholt musiziert

Ebenso bringen sich Bewohner in die Gestaltung eines abwechslungsreichen Alltags ein. So musiziert unter anderem Josef Eichholt zur Freude aller Bewohner regelmäßig mit seiner Mundharmonika auf dem Balkon der ersten Etage und lädt so zum Mitsingen und Mitschunkeln ein. „Es ist schön, wenn ich durch meine Musik ein Lächeln auf die Gesichter meiner Mitbewohner zaubern kann“, sagt Josef Eichholt.

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