Workshop mit Vertretern der Politik, der Hanse und der Verwaltung im Rathaus
Masterplan für die Innenstadt

Telgte -

Bei einem Workshop mit Vertretern der Politik, der Verwaltung und der Hanse wurde herausgearbeitet, dass Telgte einen Masterplan für die Altstadt benötigt. Dieser soll in zielgerichteter Form die Stärken der Innenstadt für die Zukunft weiterentwickeln und die dafür erforderlichen Kräfte bündeln.

Mittwoch, 03.06.2020, 19:59 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 21:52 Uhr
Mit einem Masterplan für die Innenstadt beschäftigten sich Politiker, Vertreter der Hanse und der Verwaltung bei einem Workshop im Rathaus. Dabei ging es um Perspektiven für die Zukunft der Innenstadt.
Mit einem Masterplan für die Innenstadt beschäftigten sich Politiker, Vertreter der Hanse und der Verwaltung bei einem Workshop im Rathaus. Dabei ging es um Perspektiven für die Zukunft der Innenstadt. Foto: Stadt Telgte

Benötigt Telgte einen Masterplan für die Altstadt? Diese Frage wurde jetzt unter der Moderation von Dr. Wiebke Borgers im Rahmen eines Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Stadtverwaltung, der Telgter Hanse sowie Jens Imorde vom „Netzwerk Innenstadt NRW“ mit einem klaren Ja beantwortet, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.

Der Masterplan soll in zielgerichteter Form die Stärken der Innenstadt für die Zukunft weiterentwickeln und die dafür erforderlichen Kräfte bündeln.

Zum Hintergrund: Die historische Altstadt ist zunehmend einem besonderen wirtschaftlichen Druck ausgesetzt mit dem Ergebnis von strukturellen Leerständen und der Schließung weiterer inhabergeführter Geschäfte. „Altbekannte Gründe dafür sind der Kaufkraftabfluss nach Münster, die oftmals sehr kleinen Ladenlokale in der Innenstadt und auch die Konkurrenz durch den großflächigen Einzelhandel im Orkotten. Zusätzliche Gründe sind der zunehmende Onlinehandel, die schwierige Suche nach Nachfolgern für die Ladenlokale sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie. Corona verschärft zudem derzeit diese Ausgangslage“, so die Kurzanalyse des städtischen Wirtschaftsförderers Andreas Bäumer. „Daher sollen über die Erarbeitung eines Masterplanes viele Akteure, die zu einer Belebung der Altstadt beitragen können, zusammengebracht werden.“

Mögliche inhaltliche Themen des Prozesses sollen die Bereiche Einzelhandel & Gewerbe, Gastronomie, Stadtgestaltung und Aufenthaltsqualität, Wohnen, Mobilität der Zukunft, Wallfahrt, Tourismus & Kultur, Freizeit & Naherholung, Stadtmarketing und Digitalisierung sein. Als ein Ergebnis des Masterplanes soll möglichst schon Anfang 2021 ein Handlungskonzept mit konkreten Zielen und Projekten vorliegen, die dann von verschiedenen Akteuren verbindlich umgesetzt werden sollen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses soll nach Angaben der Stadtverwaltung die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie spezieller Zielgruppen für die Innenstadt sein. „Für die weitere Vorgehensweise zur Erarbeitung des Masterplanes verständigten sich die Teilnehmenden des Workshops darauf, unmittelbar nach den Sommerferien die nächsten Schritte zu beraten“, heißt es abschließend.

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