Stadt eruiert zusammen mit anderen Partnern die Möglichkeiten
Notbetreuung während der Ferien

Telgte -

In den Sommerferien soll es in Telgte trotz Corona eine gegenüber der Stadtranderholung allerdings deutlich abgespeckte Betreuung für Kinder geben. Verschiedene Akteure haben sich zusammen mit Mitarbeitern der Verwaltung getroffen, um eine solche Notfallbetreuung auf ihre Machbarkeit abzuklopfen.

Freitag, 05.06.2020, 20:20 Uhr
Die Stadtranderholung, hier ein Bild aus dem Vorjahr, wird es coronabedingt nicht geben. Derzeit ist die Stadt zusammen mit dem Team der Stadtranderholung und anderen Partnern dabei, zumindest eine Notbetreuung zu ermöglichen.
Die Stadtranderholung, hier ein Bild aus dem Vorjahr, wird es coronabedingt nicht geben. Derzeit ist die Stadt zusammen mit dem Team der Stadtranderholung und anderen Partnern dabei, zumindest eine Notbetreuung zu ermöglichen. Foto: Pohlkamp

Die genauen Rahmenbedingungen und der Umfang werden noch im Detail geklärt, fest aber steht bereits, dass es in den Sommerferien eine gegenüber der Stadtranderholung deutlich abgespeckte Betreuung für Kinder geben wird. Das sagte Fachbereichsleiterin Tanja Schnur während der jüngsten Ratssitzung.

Verschiedene Akteure hätten sich zusammen mit Mitarbeitern der Verwaltung getroffen, um eine solche Notfallbetreuung auf ihre Machbarkeit abzuklopfen. Zumindest das Gros der Angebote soll auf dem Gelände der Stadtranderholung in der Planwiese stattfinden. Die Kinder werden in Fünfergruppen betreut, und in einer Art „Circle-Training-Manier“ durchlaufen sie verschiedene Stationen, wo es unterschiedliche Aktivitäten gegen soll. Das, so Schnur, stehe bereits fest.

Denn das Team der Stadtranderholung unter der Federführung von Andreas „Teo“ Terborg, das (wie bereits berichtet) seine Großveranstaltung absagen musste, habe sich sofort bereiterklärt, bei einer solchen Maßnahme mitzumachen und auch den eigentlichen Anstoß gegeben. „Die Motivation beim Team der Stadtranderholung ist groß“, freute sich Tanja Schnur über die Vorschläge. Nach Angaben der Fachbereichsleiterin sind wahrscheinlich auch die Messdiener von St. Clemens sowie die Katholische Junge Gemeinde mit im Boot – die Koordination auf Seiten der Kirchengemeinde übernimmt Pastoralreferent David Krebes – und werden sich um einzelne Betreuungsangebote kümmern. Auch das Team des Kinder- und Jugendtreffs der „Mühle am Emstor“ sei involviert.

Ganz deutlich betonte Tanja Schnur, dass es sich bei dem Ferienangebot um eine reine Notfallbetreuung handele, an der – nach aktuellem Stand – maximal 35 Kinder teilnehmen könnten. Derzeit seien in der Verwaltung bereits für 20 Kinder entsprechende Bedarfe bekannt. Die abgespeckte Ferienmaßnahme soll analog zur Stadtranderholung in den ersten beiden Wochen der Sommerferien durchgeführt werden, allerdings nur von 8 bis 13 Uhr. „Es ist in Zeiten von Corona eben kein ganz großer Wurf, der ist nicht möglich, sondern ein Notfallprogramm“, betonte Tanja Schnur und verwies auf die zahlreichen Hygieneauflagen, die bei einem solchen Angebot zu beachten seien. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat die Verwaltung bereits das Kreis-Jugendamt eingeschaltet, das bei dem jüngsten Treffen mit am Tisch saß.

Für die dritte Ferienwoche verwies die Verwaltung auf die verschiedenen Angebote der Stadtbücherei im Rahmen des Sommerleseclubs. In der vierten, fünften und sechsten Ferienwoche würden die regulären Ferienbetreuungsmaßnahmen der Offenen Ganztagsschulen laufen.

Mehrheitlich abgelehnt hat der Rat einen Runden Tisch rund um das Thema Ferienbetreuung, wie ihn die Grünen in einem Antrag gefordert hatten. Die Idee dabei war es, alle Akteure (Träger der Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen, (Schul-)Sozialarbeit, Schulleitungen, Vertreter der Jugendarbeit und Sportvereine) zusammenzubringen, um in offener Runde auszuloten, welche Möglichkeiten im Rahmen der aktuellen Erlasslage gesehen werden, in den Sommerferien Angebote für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen.

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