Kranzniederlegung des Schützenvereins Westbevern-Vadrup
Tradition weiter pflegen

Westbevern -

Eigentlich wird im Gedenken an die Verstorbenen beim Schützenfest in Vadrup ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt. In diesem Jahr musste es anders laufen.

Montag, 08.06.2020, 14:18 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 16:24 Uhr
Oberst Peter Rottwinkel (li.) hielt die Ansprache am Ehrenmal des Vadruper Schützenvereins. Berni Bitter und Franz-Josef Gausepohl legten dort einen Kranz nieder.
Oberst Peter Rottwinkel (li.) hielt die Ansprache am Ehrenmal des Vadruper Schützenvereins. Berni Bitter und Franz-Josef Gausepohl legten dort einen Kranz nieder.

Tradition pflegen, Erinnerungen wachhalten sowie die Leistungen der Vorfahren würdigen. Das alles tat der Schützenverein Westbevern-Vadrup bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal des Vereins, das sich an der St.-Anna-Kapelle befindet.

Da das Schützenfest aufgrund der Corona-Krise in diesen Jahr ausfallen musste, sahen es der Vereinsvorsitzende Reinhard Wendker und die weiteren Mitglieder des Vorstandes, die Schützenbrüder sowie das amtierende Kaiser- und Schützenkönigspaar trotzdem als eine Pflicht an, der verstorbenen Mitglieder zu gedenken und ihnen Dank zu sagen für das, was sie für den Schützenverein geleistet haben. „Wir sind es unseren verstorbenen Mitgliedern schuldig, die durch ihren Einsatz Zeichen gesetzt und die Heimat gefördert haben“, sagte Reinhard Wendker anlässlich der Zusammenkunft am Ehrenmal, die mit der Stadt Telgte abgestimmt war.

Peter Rottwinkel , Oberst im Vadruper Schützenverein, hielt eine beeindruckende Ansprache, in der er die Leistungen der Vorfahren würdigte. „Der Schützenverein Vadrup von 1774 wird in diesem Jahr 246 Jahre alt. Die heutige Kranzniederlegung an unserem Gedenkstein bildet eine Ausnahme im ansonsten fröhlichen bunten Treiben. Unser Anliegen ist ernst und würdevoll. Wir haben uns hier versammelt, um der Toten zu gedenken, die unser Verein im Laufe der Geschichte zu beklagen hatte. Bei diesem Gedanken steht die Erinnerung unter dem Aspekt des Dankes und der Anerkennung der Leistungen, die in der langjährigen Vereinsgeschichte zum Teil unter schwierigen Bedingungen erreicht wurden“, sagte Peter Rottwinkel. „Ohne ihr Wirken gäbe es den Schützenverein Vadrup in der heutigen Form nicht.“

Neun Mitglieder sind im Zeitraum vom Schützenfest 2019 bis zu dieser Zusammenkunft am Ehrenmal verstorben. Franz-Josef Gausepohl und Berni Bitter legten ihnen zu Ehren einen Kranz nieder. Mitglieder des Vadruper Fanfarenzuges sorgten für die musikalische Untermalung.

2021 soll das Gedenken wieder im Rahmen des Vadruper Schützenfestes stattfinden.

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