Ankündigung des Landes hat wie eine „Bombe“ eingeschlagen
Verunsicherung wegen Lockdown

Telgte -

Das Entsetzen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern wegen des neuerlichen Lockdowns im Kreis Warendorf war am Dienstag bei vielen Telgtern und Westbevernern groß. Etliche fürchten jetzt um ihren Sommerurlaub.

Dienstag, 23.06.2020, 18:42 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 20:14 Uhr
Das Freibad wird weiter geöffnet bleiben, das wurde am Dienstagabend trotz des neuerlichen Lockdowns entschieden. Mögliche weitere Maßnahmen werden heute abgestimmt.
Das Freibad wird weiter geöffnet bleiben, das wurde am Dienstagabend trotz des neuerlichen Lockdowns entschieden. Mögliche weitere Maßnahmen werden heute abgestimmt. Foto: Andreas Große Hüttmann

Dass die Landesregierung am Dienstagnachmittag für den Kreis Warendorf den Lockdown mit bestimmten Einschränkungen für das öffentliche Leben verordnet hat, hat in Telgte und Westbevern bei vielen Bürgerinnen und Bürgern wie eine „Bombe“ eingeschlagen.

Auch die Stadtverwaltung wurde von der Nachricht vollkommen überrascht. Erst bei einer Telefonkonferenz am frühen Abend mit dem Landrat gab es genauere Informationen. Als sicher galt am Abend, dass es heute im Rathaus eine Krisensitzung geben wird, bei der sich Bürgermeister Wolfgang Pieper mit seinen Fachbereichsleitern über das genaue weitere Vorgehen und mögliche Maßnahmen abstimmen wird.

Irritationen gab es nach Bekanntwerden des Lockdowns bezüglich der genauen Einschränkungen für das öffentliche Leben. Zwischenzeitlich gingen die Verantwortlichen davon aus, dass das Waldschwimmbad geschlossen werden müsste. Das ist aber nicht der Fall. Ob allerdings ab der kommenden Wochen zuerst geplante Veränderungen bei den Zeiten und den Besucherzahlen umgesetzt werden können, steht wieder in den Sternen.

Zahlreiche Telgter zeigten sich angesichts der neuerlichen Einschränkungen entsetzt, der eine oder andere fürchtete in einer ersten Stellungnahme um seinen wohl verdienten Sommerurlaub. Denn am Freitag beginnen in NRW die Ferien. Einige Bundesländer haben bereits Maßnahmen, die Bewohner des Kreises Warendorf betreffend, angekündigt. Schleswig-Holstein etwa eine Quarantänepflicht, Bayern die Beherbergung von Menschen aus diesen Gebieten untersagt.

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