Andreas Terborg vom Team der Telgter Notfallbetreuung will Zeichen setzen
Eine Rechnung für Clemens Tönnies?

Telgte -

Nachdem die Notfallbetreuung in Telgte für 48 Kinder wegen des neuerlichen Lockdowns im Kreis Warendorf abgesagt werden musste, überlegt Andreas Terborg vom Organisationsteam der Maßnahme, dem Unternehmen Clemens Tönnies eine „Rechnung“ zu präsentieren.

Donnerstag, 25.06.2020, 18:37 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:02 Uhr
Andreas „Teo“ Terborg ist sauer darüber, dass die Notfallbetreuung abgesagt werden muss.
Andreas „Teo“ Terborg ist sauer darüber, dass die Notfallbetreuung abgesagt werden muss.

Andreas „Teo“ Terborg ist sauer. Und das hat einen guten Grund. Denn die eigentlich von einem Team der Stadtranderholung, der Messdienergemeinschaften Telgte und Westbevern, der KjG Telgte und den Mitarbeitern des Jugendtreffs „Mühle am Emstor“ gemeinsam geplante Notbetreuung für insgesamt 48 Kinder in den ersten beiden Ferienwochen ist nach dem neuerlichen Lockdown im Kreis hinfällig. „Wir mussten die Maßnahme kurzfristig absagen. Es blieben uns keine anderen Möglichkeiten“, sagt Terborg.

Notbetreuung für 48 Kinder geplant

Innerhalb von vier Wochen hätten zahlreiche Ehrenamtliche in enger Zusammenarbeit mit der Stadt alle Hebel in Bewegung gesetzt und viel Gehirnschmalz investiert, um eine qualitativ hochwertige Betreuung für einen Teil der Telgter Kinder zu organisieren. „Das ist nun Makulatur“, sagt Terborg.

Das Schlimme ist nämlich, dass wieder einmal die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft leiden müssen, die Kinder.

Andreas Terborg

Doch am meisten tun ihm die Kinder leid, die sich schon auf die Zeit gefreut hätten. Ein abwechslungsreiches Programm war geplant.

Andreas Terborg ist sogar so sauer, dass er derzeit überlegt, Clemens Tönnies anzuschreiben und ihm eine „Rechnung“ für die bereits eingeleiteten Maßnahmen und den zeitlichen Aufwand zu präsentieren. „Das Schlimme ist nämlich, dass wieder einmal die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft leiden müssen, die Kinder“, sagt der Leiter der Stadtrandholung. Insofern will er mit dem Brief auch ein Zeichen setzen.

Die enge Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder indes empfanden alle Beteiligten als sehr bereichernd.

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