12 000 Euro für das Sternenland vom Inner Wheel Club Münster-Prinzipal
Einsatz für trauernde Kinder und Jugendliche sichern

Telgte/Münster -

Mit dem Nähen und dem Verkauf von Mund-Nase-Masken hat der Inner Wheel Club Münster-Prinzipal stolze 12 000 Euro eingenommen. Diese wurden jetzt dem Vorstand des Sternenlands übergeben, um trauernden Kindern und Jugendlichen zu helfen.

Mittwoch, 08.07.2020, 18:10 Uhr
Das lila Schweinchen mit Maske ist nur ein Symbol, 12 000 Euro passen kaum hinein. Diese Summe hat der Inner Wheel Club Münster-Prinzipal dem Sternenland in Telgte gespendet. Bei der Übergabe zugegen waren (v.l.): Hanne Vogt (Inner Wheel), Katrin Schwarte (Polsterei Schwarte), Rosa Erker (Inner Wheel), Angelika Neuhaus (Steintor-Apotheke Telgte), Ralf Eversmeyer (Stiftsapotheke Freckenhorst), Birgit Blümel (Präsidentin des Inner Wheel Club Münster-Prinzipal), Renate Eckart (Vorstand Sternenland und Inner Wheel), Angelika Münning (Inner Wheel) sowie Barbara Fäth (Inner Wheel).
Das lila Schweinchen mit Maske ist nur ein Symbol, 12 000 Euro passen kaum hinein. Diese Summe hat der Inner Wheel Club Münster-Prinzipal dem Sternenland in Telgte gespendet. Bei der Übergabe zugegen waren (v.l.): Hanne Vogt (Inner Wheel), Katrin Schwarte (Polsterei Schwarte), Rosa Erker (Inner Wheel), Angelika Neuhaus (Steintor-Apotheke Telgte), Ralf Eversmeyer (Stiftsapotheke Freckenhorst), Birgit Blümel (Präsidentin des Inner Wheel Club Münster-Prinzipal), Renate Eckart (Vorstand Sternenland und Inner Wheel), Angelika Münning (Inner Wheel) sowie Barbara Fäth (Inner Wheel). Foto: Bettina Laerbusch

„Gerade wenn trauernde Kinder nicht begleitet werden, holt sie das irgendwann im Leben ein.“

Renate Eckart hat diesen Satz gesagt. Sie ist Vorstandsmitglied des Sternenlands und Distrikt-Präsidentin beim Inner Wheel Club Münster-Prinzipal. Dieser Club hat dem Sternenland gerade 12 000 – in Worten zwölftausend – Euro gespendet. Ziemlich unglaublich, aber wahr: Die Summe ist durch das Nähen und den Verkauf von Masken zusammengekommen.

Gleich zu Beginn der Pandemie startete Präsidentin Birgit Blümel in Kooperation mit der Polsterei Schwarte in Telgte dieses Masken-Projekt. Dass so viel Geld zur Verfügung stehen würde, damit hatten beide nicht gerechnet. Ganz viele haben an dem berühmten einen Strang gezogen. Doch dazu später mehr. Erst einmal zum Sternenland.

Kooperation mit Polsterei Schwarte

Seit eineinhalb Jahren ist dieses Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche jetzt in Telgte, im Haus Bahnhofstraße 54, zu finden. Zwei hauptamtliche Mitarbeiter, die von Ehrenamtlichen unterstützt werden, kümmern sich in Münster und Telgte um Kinder zwischen drei und sechs Jahren (mit einem Elternteil), sechs und 12, 13 und 18 sowie 16 und 21 Jahren.

Zurzeit, berichtete bei der symbolischen Spendenübergabe Renate Eckart, würde auch ein noch etwas älterer junger Mensch begleitet. Er habe sich an das Sternenland gewandt. Junge Erwachsene, auch das berichtete sie, die schon als Kinder im Sternenland waren, würden manchmal als junge Erwachsene wiederkommen.

Den Kindern und Jugendlichen, die einen engen Menschen – die Mutter, den Vater, die Schwester, den Bruder, einen Freund – verloren haben, tue es gut, mit anderen, die in der gleichen Situation seien, zu reden. Diese Situation im Sternenland ist eben anders als in der Schule, wo ein Kind, das trauert, eine Ausnahme ist – und genau die wollten die Kinder nicht sein.

Das Sternenland sei noch nicht bekannt genug, findet Renate Eckart. Die Masken-Aktion dürfte dazu beitragen, dass sich das peu á peu ändert. Für das Masken-Projekt stiftete die eben genannte Polsterei aus Telgte nicht nur Stoffe und das notwendige Gummiband, sondern half auch mit bei der Herstellung. Die Clubfrauen und Freundinnen nähten darüber hinaus. Der Mund-Nasen-Schutz konnte dann in der Steintorapotheke in Telgte sowie in der Stiftsapotheke in Freckenhorst erworben werden.

Renate Eckart unterstrich bei der Spendenübergabe, dass durch das Geld die „Trauerarbeit sichergestellt“ wird. Sie selbst ist ehrenamtlich im Sternenland-Vorstand im Einsatz und verantwortlich für Verwaltungsarbeit, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein, betonte sie, finanziere sich ausschließlich über Spenden, er erhalte keine staatliche Unterstützung „und ist gerade in diesen Zeiten sehr auf Spenden angewiesen“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7486265?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F
Nachrichten-Ticker