Verein Naturnah zieht Bilanz und sucht weitere Mitstreiter für sein Projekt
Rasenfläche ist Naturparadies geworden

Telgte -

Der Verein Naturnah ist stolz darauf, wie sich der Garten an der Beethovenstraße in den vergangenen drei Jahren entwickelt hat. Ein wahres Naturparadies sei entstanden. Weitere Mitstreiter werden gesucht, die bei der Fortführung des Projektes mitanpacken.

Montag, 13.07.2020, 17:07 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 09:12 Uhr
Sie engagieren sich für den naturnahen Garten an der Beethovenstraße (v.l.): Hugo Hoffknecht, Annegret Ostrop, Renate Winter, Conny Austermann, Regina Tappe und Winfried Albring.
Sie engagieren sich für den naturnahen Garten an der Beethovenstraße (v.l.): Hugo Hoffknecht, Annegret Ostrop, Renate Winter, Conny Austermann, Regina Tappe und Winfried Albring. Foto: Pohlkamp

Der naturnahe Garten, den es seit drei Jahren an der Beethovenstraße gibt, hat inzwischen seine Bedeutung als Lebens- und Aufenthaltsraum für Besucher und Mitglieder – und auch seinen Stellenwert als naturnaher Lebensraum für einheimische Pflanzen und Tiere – unter Beweis gestellt. Das unterstreicht die erste Vorsitzende Pia Loy : „Das erste Vereinsgrundstück hat seit der Übernahme durch die Mitglieder eine wunderbare Verwandlung erlebt. Auf der vormals eintönigen Rasenfläche ist ein wahres Naturparadies entstanden,“ schwärmt sie regelrecht.

Die stellvertretende Vorsitzende Conny Austermann ergänzt in einer Pressemitteilung: „Wir berücksichtigen aktuelle Strömungen und wollen zeigen, dass naturnahe Gartengestaltung nichts mit Unordnung, Mehrarbeit oder Kontrollverlust zu tun hat, sondern einfach nur wunderschön und lebendig sein kann.“ Die Themen Biodiversität, Insektensterben und Artenrückgang hätten in dem Garten bei der Gestaltung höchste Bedeutung. „Die naturnahe Art zu Gärtnern wird durch die Arbeit des Vereines bestmöglich umgesetzt“, lässt sich auch Renate Winter immer wieder von der Möglichkeit, sich kreativ einzubringen, begeistern. „Wir wollen Besuchern unseres Gartens Anregungen geben, auch ihre Areale, Terrassen und Balkone natürlicher zu gestalten. Die Ordnung, Sauberkeit, ja der Perfektionismus darf an der Hausgrenze enden. Natur ist nämlich dann am schönsten, wenn sie natürlich sein darf“, ist die Meinung von Conny Austermann, die alle Interessierten zum Mitmachen in dem Verein einlädt.

Der Verein Naturnah möchte dabei vor allem die Freude am Gärtnern vermitteln. Jeder der aktuell ungefähr zehn Aktivsten im Verein bringt sich in Bereiche ein, die die Hobbygärtner ansprechend finden. Unterstützung ist beim Baumschnitt, beim Jäten des Staudenbeetes, beim Sanieren des Lehmofens, bei der Pflege des Barfußpfades oder beim Ausbringen der Sämlinge oder Pflegen des Gemüses möglich – und ausdrücklich erwünscht.

„Wir haben keine festen Aufgaben zugeteilt“, betont die Vorsitzende in diesem Zusammenhang. Conny Austermann beschreibt das Vereinsprojekt so: „Zu Beginn eines Gartenjahres überlegen wir gemeinsam, welche Vorhaben wir angehen möchten und was gepflanzt werden soll. So kümmert sich Regina Tappe um den Kräuterhügel, Hugo Hoffknecht baut die Kompostbehälter, und Annegret Ostrop pflanzt und gießt die Blumenzwiebeln. Renate Winter plant die Gemüsebeete in einer sinnvollen Fruchtfolge. Conny Austermann versorgt das Team bei Feierlichkeiten mit ihren Köstlichkeiten.

Zum Gartenareal gehören für Kinder eine Wasserbahn und ein Sandspielbereich. Gemeinsam feierte der Verein – natürlich aktuell mit dem gebotenen Abstand – die Sommersonnenwende um die Feuerschale und genoss dabei die kleine Oase, erzählt Pia Loy.

Telgter, die Interesse haben, sind eingeladen, sich das Projekt anzuschauen. „Alle, die Lust verspüren, sich einzubringen, sind willkommen“, so der Vorstand. Die Kontaktaufnahme kann unter  01 76/22 77 37 20 oder per Mail an info@naturnah-telgte.de erfolgen.

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