Karl-Heinz Greiwe hakt wegen öffentlicher Toiletten nach
Ein dringendes Bedürfnis

Telgte -

Die öffentliche Toilette am Knickenbergplatz ist bislang die einzige. Seit Jahren gibt es die Forderung nach weiteren WC-Anlagen, unter anderem im Bereich des Bahnhofs.

Mittwoch, 29.07.2020, 17:38 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 15:25 Uhr
Die öffentliche Toilette am Knickenbergplatz ist bislang die einzige. Seit Jahren gibt es die Forderung nach weiteren WC-Anlagen, unter anderem im Bereich des Bahnhofs.
Die öffentliche Toilette am Knickenbergplatz ist bislang die einzige. Seit Jahren gibt es die Forderung nach weiteren WC-Anlagen, unter anderem im Bereich des Bahnhofs. Foto: Andreas Große Hüttmann

Dass am Telgter Bahnhof eine öffentliche Toi­lette fehlt, das ist bereits seit längerer Zeit ein Thema, nicht nur innerhalb der Politik. Karl-Heinz Greiwe ( CDU ) fragte jüngst nach, wie der aktuelle Planungsstand ist. Denn der Kommunalpolitiker war zum wiederholten Mal auf das Problem angesprochen worden. „Es kommt durchaus vor, dass Personen, die dringend auf eine Toilette müssen, in der Nachbarschaft klingeln, um ihrem Bedürfnis nachkommen zu können“, hatte er in Erfahrung gebracht. Zudem hakte er bezüglich eines solchen „stillen Örtchens“ im Bereich des Busparkplatzes in der Planwiese nach.

„Wir wissen natürlich ebenfalls um das Problem und sehen die Notwendigkeit“, sagte Bürgermeister Wolfgang Pieper . Nach der letzten diesbezüglichen Diskussion innerhalb der politischen Gremien habe sich die Verwaltung zwar über verschiedene Systemmodelle für solche Toiletten erkundigt, danach sei das Ganze aber in Vergessenheit geraten, gab es zu.

Bei einer dauerhaften Lösung sei die zwingende Voraussetzung für das Aufstellen, dass die entsprechenden Ver- und Entsorgungsanschlüsse gelegt werden müssten, zudem seien die einzelnen Modelle sehr teuer. Das habe er von den seinerzeitigen Erfahrungsberichten noch in Erinnerung.

Auch bezüglich einer öffentlichen Toilette im Bereich der Planwiese habe die Verwaltung nachgehakt. Ein großes Problem in diesem Fall sei zudem die Standortfrage. In den Emsauen sei eine solche Anlage nicht genehmigungsfähig, da es sich um ein Überschwemmungsgebiet handeln würde. Die vor Jahren existierende Alternative einer öffentlichen Toilette in der Mühle am Emstor sei durch den seinerzeitigen Verkauf eines Teils des Gebäudes leider im wahrsten Sinne des Wortes verbaut worden. Für das Umgestaltungsprojekt des Dümmert habe die Verwaltung aber eine Alternative im Hinterkopf, versprach Pieper. Zudem sicherte er zu, dass das Thema verwaltungsintern nun wieder weiterverfolgt werde.

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