Paul Möllers kritisiert Zustand des Wirtschaftsweges am Takko-Lager
Raser und hohe Kanten

Telgte -

Paul Möllers ist nahezu täglich mit seinem Pedelec auf den Straßen und Wegen rund um Telgte unterwegs. In den vergangenen Monaten ist ihm ein Streckenabschnitt allerdings besonders negativ aufgefallen: Das ist der Wirtschaftsweg zwischen der Wolbecker Straße in der Nähe des Hofes Lütke Zutelgte und dem Takko-Lager.

Donnerstag, 30.07.2020, 05:37 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 05:40 Uhr
Paul Möllers kritisiert den Zustand des Wirtschaftsweges zwischen der Wolbecker Straße und dem Takko-Lager, denn vor allem die Bankette sei für Radfahrer problematisch.
Paul Möllers kritisiert den Zustand des Wirtschaftsweges zwischen der Wolbecker Straße und dem Takko-Lager, denn vor allem die Bankette sei für Radfahrer problematisch. Foto: Andreas Große Hüttmann

Und das liegt nicht allein daran, dass seine Frau Maria , als sie mit ihrem Mann zusammen mit dem Fahrrad unterwegs war, eine sehr gefährliche Begegnung mit rücksichtslosen Autofahrern hatte, sondern auch der schlechte Zustand der Wegstrecke ist dem Telgter ein Dorn im Auge.

Der Beinaheunfall ist schon einige Zeit her. Paul und Maria Möllers waren etwa in Höhe des Fahrradhändlers Brune unterwegs, als ihnen eine junge Mutter mit einem Kinderwagen auf der anderen Wegeseite entgegenkam. Zwei Autofahrer allerdings kümmerten weder die Radler noch die junge Frau, sondern mit hoher Geschwindigkeit „rasten“ sie laut Möllers im Slalom weiter. „Dabei hatte die eine Autofahrerin sogar noch ein Eis in der Hand“, sagt der Telgter. Seine Frau rettete sich vor der nahenden Gefahr durch einen Sprung vom Fahrrad und hatte noch einige Tage mit dem Erlebten zu kämpfen.

Hohe Geschwindigkeiten

Zwei Dinge sind es vor allem, die Paul Möllers kritisiert. Zum einen sind es die hohen Geschwindigkeiten, die auf dem Teilstück gefahren würden. Und er hat beobachtet, dass, seit die anderen Wirtschaftswege zwischen der Bundesstraße und dem Rochus-Hospital gut ausgebaut worden sind, augenscheinlich immer mehr Autofahrer die „Mini-Umgehungsstraße“ nutzen.

Denn etliche Verkehrsteilnehmer würden seiner Beobachtung nach etwa am Jägerhaus abfahren, um dann am Hospital vorbei über den Wirtschaftsweg schnell in Richtung Wolbeck zu kommen, ohne durch den Orkotten zu müssen – natürlich auch in umgekehrter Richtung.

Schlechter Zustand

Und noch etwas macht dem Telgter Sorgen: Das ist der schlechte Zustand der Straße, vor allem der Bankette. Stellenweise betrage der Höhenunterschied zwischen der Fahrbahnoberfläche und den angrenzenden Bereichen etliche Zentimeter. Radfahrer, die beispielsweise von rücksichtslosen Autofahrern regelrecht an den Rand gedrängt würden, bereite das durchaus Probleme. „Es besteht die große Gefahr, dass sie ins Straucheln kommen und fallen“, sagt Möllers.

Tim Jungmann, zuständiger Sachbearbeiter in der Verwaltung, kennt das Thema. „In den vergangenen Jahren gab es einige Anfragen bezüglich einer möglichen Sanierung – unter anderem aus dem politischen Raum“, erinnert er sich. Doch letztlich sei das Thema nie konkreter verfolgt worden, unter anderem auch wegen der geschätzten Kosten in Höhe von rund 300 000 Euro für den Ausbau. Und noch eines gibt der Fachmann zu bedenken. Ein dann gut ausgebauter Weg würde der Erfahrung nach noch mehr Verkehr anziehen, dessen müsse man sich bewusst sein.

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