Ausbaugegner bereiten Resolution vor
Bürgermeister: Plan für B 51 und B 64 „überflüssig“

Kreis Warendorf -

Die Gegner des Ausbaus von B 51 und B 64 zwischen Münster-Handorf und Rheda wollen eine gemeinsame Resolution unterzeichnen. Mit dabei: die Bürgermeister von Telgte und Beelen sowie mehrere OB-, Landrats- und Bürgermeisterkandidaten verschiedener Parteien. Donnerstag nächster Woche soll das Papier im Telgter Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Mittwoch, 12.08.2020, 12:40 Uhr
Gegen den geplanten Ausbau der B64n gab es schon 2019 Proteste vor dem Kreishaus in Warendorf. Nun wenden sich auch mehrere Politiker mit einer Resolution gegen dieses Vorhaben und des Ausbau der B 51.
Gegen den geplanten Ausbau der B64n gab es schon 2019 Proteste vor dem Kreishaus in Warendorf. Nun wenden sich auch mehrere Politiker mit einer Resolution gegen dieses Vorhaben und des Ausbau der B 51. Foto: Jörg Pastoor

Selbst bei Anerkennung positiver Wirkungen von Ortsumfahrungen, schreiben die Verwaltungschefs von Beelen, Liz Kammann , und Telgte, Wolfgang Pieper , ergeben die Ausbauplanungen keinen Sinn. Die „seit mehr als 15 Jahren größtenteils rückläufige Verkehrsbelastung von Rheda bis Münster“ entspreche bei Weitem nicht den bisher prognostizierten Zahlen, „ist vergleichsweise erträglich und kann durch intelligente punktuelle Maßnahmen entschärft werden“.

Hohe Kosten und Flächenverbrauch bei geringer Entlastung werden bemängelt

Bekanntlich wehren sich die Ausbaugegner gegen den ihrer Ansicht nach unverhältnismäßigen Flächen- und Landschaftsverbrauch, Belastungen von Wohn- und Naherholungsgebieten sowie „die Zerstörung von Kulturgütern in Telgte und Herzebrock-Clarholz“ und die Kosten – und das bei „lediglich geringer Entlastung der Ortsdurchfahrten“, wie Kammann und Pieper weiter schreiben.

Statt Straßenausbau mehr öffentlicher Nahverkehr und Velorouten

Als Gegenentwurf bevorzugen sie die Realisierung eines Halbstunden- oder gar 20-Minuten-Takts auf der Schiene (Münsterland-S Bahn), die Einrichtung bzw. Reaktivierung zusätzlicher Bahnhaltepunkte (z.B. Handorf), eine Verdichtung der Busverbindungen, den Ausbau von Velorouten und eine intelligente Steuerung und Vernetzung von Mobilitätsbedarfen. Sie seien „zukunftsgerichtete und sinnvolle Investitionen in die Region“ und machten die Ausbauplanungen der B 51/B 64 überflüssig.

Der im Ausbauplanungsgesetz gelistete Entwurf sieht den Bau einer vier- bzw. dreistreifigen Straße zwischen den Städten vor. Zuletzt hatte auch der Rat in Münster sich gegen die Ausbauplanung entschieden.

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