Brücke Voßhaar provisorisch gesichert
Grünes Licht für Radler und Fußgänger

Westbevern -

Die Brücke Voßhaar in Vadrup, die seit Juni gesperrt war, ist für Radfahrer und Fußgänger wieder freigegeben worden.

Dienstag, 08.09.2020, 19:11 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 13:33 Uhr
Bauhofmitarbeiter haben eine Wand aufgestellt, die ein Herunterfallen verhindern soll. Betonklötze dienen als Sperre für Autos, Lkw und Traktoren
Bauhofmitarbeiter haben eine Wand aufgestellt, die ein Herunterfallen verhindern soll. Betonklötze dienen als Sperre für Autos, Lkw und Traktoren Foto: Stefan Flockert

Die Bahnbrücke Voßhaar in Vadrup, die nach dem Absturz der Brückenkappe am 5. Juni gesperrt war, wurde am Dienstagabend wieder freigegeben. Allerdings nur für Fußgänger und Radfahrer. Autos, Lastwagen und Traktoren müssen auch weiterhin Umwege in Kauf nehmen.

In zwei Nachtaktionen haben Mitarbeiter des Bauhofes während von der Deutschen Bahn festgelegten Sperrpausen, in denen es gar keinen oder nur eingeschränkten Zugverkehr gibt, eine Wand auf der Brücke aufgestellt. „Das ist ein provisorischer Schutz, dass niemand herunterfallen kann“, erläutert Tim Jungmann vom städtischen Bauamt. Zudem wurde die verbliebenen nördliche Brückenkappe mit Dübelankern gesichert, damit diese nicht auch noch auf die Gleisen stürzt. Vorsorglich hat der Bauhof in unmittelbarer Nähe der Brücke zwei abgestorbene Bäume aus der Böschung entfernt, die bei einem Sturm hätten auf die Bahnstrecke stürzen können.

Auf beiden Seiten werden vor der Brücke Betonklötze platziert, damit auch wirklich keine Autos oder Traktoren versuchen, darüber zu fahren. Unten vor der Anfahrt bleiben die Absperrbaken mit fünf roten Leuchten stehen. Das bedeutet: „Durchfahrt verboten.“ Lediglich für Fußgänger und Radfahrer ist der Weg freigegeben.

Gleichzeitig mit dieser provisorischen Lösung arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck daran, ein Sanierungskonzept für die Brücke zu erstellen. „Realistisch ist, dass wir das erst im Sommer 2021 machen können“, sagt Tim Jungmann. Zwei bis drei Sperrpausen der Bahn würden dafür benötigt. Und die Bahn habe dabei Minimum einen Vorlauf von 35 Wochen. „Wir sind abhängig von ganz vielen Dritten. Wir haben das selbst nicht in der Hand“, so Jungmann weiter.

Wenn es so weit ist, wird die Brücke auf der südlichen Seite mit einer neuen Kappe versehen. Dann muss der Asphalt herunter, um Undichtigkeiten zu beseitigen. Ansonsten könnte eindringendes Wasser für neue Schäden sorgen. Anschließend muss neuer Gussasphalt aufgebracht werden.

Wie viel die Maßnahme kosten wird, ist noch nicht zu beziffern. Das hänge, so Jungmann, von der Sanierungsvariante ab, für die sich die Stadt entscheide.

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