Kommunalwahl
53,5 Prozent für Sabine Grohnert

Telgte -

Die Grünen waren in Telgte der große Gewinner der Kommunalwahl. Mit 53,5 Prozent fuhr Sabine Grohnert dabei in ihrem Wahlbezirk das herausragende Ergebnis ein. Auch in Westbevern gab es einen überraschenden Sieger. In einem Wahllokal lief die Auszählung nicht nach Plan.

Montag, 14.09.2020, 18:12 Uhr
Diszipliniert ging es in den Wahllokalen zu. Die Hygiene- und Abstandsregeln wurden nahezu von allen eingehalten.
Diszipliniert ging es in den Wahllokalen zu. Die Hygiene- und Abstandsregeln wurden nahezu von allen eingehalten. Foto: Andreas Große Hüttmann

Zwölf der 16 Direktmandate sicherten sich bei der Ratswahl an die Grünen , nur vier holte sich die sonst so erfolgsverwöhnte CDU . Hauchdünn ging es dabei in den den drei Telgter Wahlbezirken 40, 50 und 90 zu. Im Bezirk 50 hatte Bernhard Drestomark von den Grünen am Ende ganze 0,3 Prozent der Stimmen mehr als Barbara Röttgermann von der CDU. Ein Prozent lag Tatjana Scharfe (Grüne) im Wahlbezirk 40 vor Christoph Boge (CDU). Im Wahlbezirk 90 hatten hingegen die Christdemokraten in einem knappen Rennen die Nase vorn. 0,5 Prozent gaben den Ausschlag für Gerrit Domenghino gegenüber Britta Sporket von den Grünen. Letztere hatte am Ende dann aber doch noch Glück, als sie als einzige Grüne noch über die Reserveliste in den Rat einzog.    

Den deutlichsten Sieg fuhr Sabine Grohnert (Grüne) im Wahlbezirk 120 mit 53,5 Prozent ein. 51,9 Prozent holte Dietmar Große Vogelsang im Wahlbezirk 160 in Vadrup. Über mehr als 50 Prozent durfte sich auch Katja Müller (Grüne) im Wahlbezirk 70 freuen.

Für eine Riesenüberraschung sorgte Michael Brandherm (Grüne), der den Wahlbezirk 150 in Vadrup mit 41 Prozent vor Michael Gerbert (CDU) (37,7 %) für sich entschied.

Die FDP durfte sich über ein Plus von 3,3 Prozent freuen. Zu diesem Erfolg trug auch Rainer Woltering bei, der im Wahlbezirk 30 satte 17 Prozent einfuhr, 16 Prozent der Stimmen erhielt Johannes Eickholt im Wahlbezirk 70.

Insgesamt mussten sich die Sozialdemokraten bei einem Minus von 2,2 Prozent mit 11,3 Prozent begnügen. In den Wahlbezirken 20 und 50 blieben sie mit 9,5 beziehungsweise 8,9 Prozent sogar unter der Zehn-Prozent-Marke.

Probleme gab es am Wahlabend bei der Auszählung in der Marienschule. Es stockte bei den Ergebnissen des Kreistages. Aus den einzelnen Wahllokalen werden nach der jeweiligen Auszählung sogenannte Schnellmitteilungen ans Rathaus geschickt. Das Resultat wird auf seine Plausibilität überprüft. Und das sei hier nicht der Fall gewesen, so dass eine Kontrollzählung notwendig geworden sei, so Marc-André Spliethoff vom Wahlamt. Deshalb verzögerten sich auch die Auszählungen von Bürgermeister- und Gemeinderatswahl. Dass Marian Husmann den Wahlbezirk 20 für die Grünen gewonnen hatte, stand deshalb erst weit nach 22 Uhr fest, als andere Wahlbezirksgewinner schon lange feierten.

Erfreut war Marc-André Spliethoff über das Verhalten der Wähler. Die Hygiene- und Abstandsregelungen seien in den Wahllokalen nahezu ausnahmslos eingehalten worden. „Mir ist nur ein Fall bekannt, dass sich jemand geweigert hat, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen“, berichtete Spliethoff. Aber auch dieses Problem sei gelöst worden, indem die übrigen Wähler Abstand gehalten und draußen gewartet hätten. „Die meisten Wähler hatten sogar ihre eigenen Stifte dabei“, berichtete Spliethoff.

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