Feuerwehrgerätehaus in Westbevern
Baubeginn soll Anfang 2022 sein

Westbevern -

Nun steht fest, wie das neue Feuerwehrgerätehaus in Westbevern aussehen soll. Baubeginn könnte Anfang 2022 sein. Die Bauzeit beträgt anderthalb bis zwei Jahre.

Mittwoch, 30.09.2020, 18:13 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 00:21 Uhr
Auf der Fläche etwa 100 Meter westlich des bestehenden Feuerwehrgerätehauses an der Grevener Straße soll der Neubau errichtet werden.
Auf der Fläche etwa 100 Meter westlich des bestehenden Feuerwehrgerätehauses an der Grevener Straße soll der Neubau errichtet werden. Foto: Stefan Flockert

Auf diese Nachricht hatten Wehrführer Alfons Huesmann und Brandoberinspektor Frank Götker, stellvertretender Löschzugführer Westbevern, gewartet: Sie konnten beruhigt den Heimweg antreten, als der Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstagabend beschlossen hatte, dass der Neubau des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Grevener Straße – etwa 100 Meter westlich es bestehenden Gerätehauses – in Westbevern-Dorf nach den Entwürfen des Büros SBD Architekten aus Münster erfolgen sollen, das sich bei einem Architektenwettbewerb unter zwölf Teilnehmern durchgesetzt hatte. Damit hat der Gerätehausbau eine weitere Hürde genommen.

Rund 3,16 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt. Im Jahr 2021 sollen nun die planerischen Grundlagen gelegt werden, Ende 2021 soll die Baugenehmigung vorliegen. Baubeginn könnte Anfang 2022 sein. Die Bauzeit soll rund anderthalb bis zwei Jahre betragen.

Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Architektin Dagmar Grote hatte am 19. August getagt und sich nach intensiver fachlicher Auseinandersetzung mit allen Entwürfen, besonders auch unter Einbeziehung der Vorstellungen der Freiwilligen Feuerwehr , einstimmig für den Preisträgerentwurf entschieden. Dieser wird von Dirk Betz vom Sieger-Architekturbüro in der Sitzung des Planungsausschusses am heutigen Donnerstag präsentiert.

Der einstimmige Beschluss – zwei CDU-Ausschussmitglieder enthielten sich – musste am Dienstag auch dringend gefasst werden, denn bis zum 30. September musste der Förderantrag auf Bezuschussung aus dem Programm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ gestellt werden. Die daraus erhoffte Fördersumme beläuft sich im Fall der Bewilligung auf 250 000 Euro. Der Ratsbeschluss kann noch nachgereicht werden.

Für ungläubiges Staunen hatte zuvor der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Boge gesorgt, als er behauptete, bei der Entscheidungsfindung sei wenig auf die Funktionalität geachtet worden. Dem widersprach Bürgermeister Wolfgang Pieper energisch: „Da kommt ein falscher Zungenschlag rein. Die Fachjuroren haben in allererster Linie auf die Funktionalität geachtet. Zum Beispiel auf kurze Wege.“ Ihm pflichtete Karin Horstmann, Vorsitzende der FDP-Fraktion, bei: „Die Funktionalität stand bei allen Projekten an erster Stelle. Alles ist mit der Feuerwehr abgestimmt worden.“

Einig waren sich die Fraktionen, dass die Kosten kontrolliert werden müssten. „Damit wir nicht wieder Überraschungen wie bei der Dreifachhalle erleben“, so Christoph Boge. Dort waren die Kosten explodiert.

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