Malteser sind erleichtert
Erste-Hilfe-Ausbildung ist wieder möglich

Telgte -

Die Telgter Malteser dürfen ihre Erste-Hilfe-Ausbildung wieder aufnehmen. Allerdings müssen dabei wegen Corona strenge Auflagen erfüllt werden.

Freitag, 02.10.2020, 14:59 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 13:25 Uhr
Diese „Corona-Schutzausrüstung“ des Malteser-Hilfsdienstes Telgte macht die Fortsetzung der „Erste-Hilfe-Ausbildung“ möglich: (v.r.) MHD-Geschäftsführerin Rita Hüser, Stadtbeauftragter Heinz Loddenkötter und Sparkassen-Beratungscenter-Leiter Olaf Hartmann.
Diese „Corona-Schutzausrüstung“ des Malteser-Hilfsdienstes Telgte macht die Fortsetzung der „Erste-Hilfe-Ausbildung“ möglich: (v.r.) MHD-Geschäftsführerin Rita Hüser, Stadtbeauftragter Heinz Loddenkötter und Sparkassen-Beratungscenter-Leiter Olaf Hartmann. Foto: Bernd Pohlkamp

Beim Telgter Malteser Hilfsdienst an der Hans-Geiger-Straße 16 findet die Erste-Hilfe-Ausbildung wieder statt. Seit dem 18. März ruhte dieses Kursangebot wegen des Coronavirus Covid-19. Der Stadtbeauftragte Heinz Loddenkötter und MHD-Geschäftsführerin Rita Hüser stellten das Konzept vor, das den Telgter Maltesern die Durchführung unter Einhaltung der besonderen Auflagen des Infektionsschutzes ermöglicht.

Nachdem der MHD die strengen Auflagen erfüllen konnte, erfolgte die Freigabe durch das Generalsekretariat des MHD in Köln. Das benötigte Infektionsschutz-Material wurde von der MHD-Zentrale geliefert. Für 1000 Euro mussten Desinfektionsständer und -spender, Mund-Nasen-Schutzmasken, Aufsteller, Klebe- und Flatterband sowie Desinfektionsmittel gekauft werden. Das Geld erhielt der MHD von der Sparkasse Telgte. Beratungscenter-Leiter Olaf Hartmann überreichte die Spende.

Als das Material zur Verfügung stand, begann die Arbeit in dem 62 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum des MHD. Der Raum muss tischfrei sein. Nach einem genauen Plan wurden die Bereiche exakt abgeklebt, in denen jeweils ein Stuhl steht: zehn für Teilnehmer und zwei für die Ausbildungsreferenten. Markierungen auf dem Boden zeigen an, wo sich die Sitzstühle befinden müssen und welchen Bereich des Raumes die Kursteilnehmer nicht betreten dürfen.

Rita Hüser und Heinz Loddenkötter erklärten die weiteren Vorschriften, die sie auch noch einmal handschriftlich großflächig an eine Wand angebracht haben: Alle Oberflächen von Stühlen, Handläufen, Übungspuppen und die Toilette müssen vor jedem Lehrgang von den Maltesern desinfiziert werden. Bevor die Teilnehmer das Malteser-Zentrum betreten, müssen sie sich die Hände desinfizieren und einen Mund-Nasen-Schutz anlegen, den sie im Malteser-Zentrum nicht ablegen dürfen. Eintreffende Kursteilnehmer werden einzeln zu ihrem Stuhl geführt. Während des Seminars werden einige Übungsteile – etwa die Mund-zu-Mund-Beatmung – nur noch vom Ausbildungsreferenten vorgeführt. Bisher musste die Beatmung an der Beatmungspuppe von jedem Einzelnen wiederholt werden, was wegen der strengen Auflagen jetzt verboten ist. Eine weitere Auflage sei, die Fenster im Raum möglichst lange geöffnet zu halten.

Sichtlich erleichtert zeigten sich Rita Hüser und Heinz Loddenkötter: „Wir freuen uns, dass wir wieder loslegen können. Trotz veränderter Kursbedingungen stehen die spannende und nachhaltige Vermittlung der Lerninhalte im Vordergrund.“

15 Erste-Hilfe-Kurse mit jeweils maximal zehn Teilnehmern sollen bis zum Jahresende noch stattfinden.

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