Planungsausschuss votiert einstimmig für entsprechenden FDP-Antrag
Tempo 30 auf der Wolbecker Straße?

Telgte -

Eine Tempo-30-Zone auf der Wolbecker Straße – das wünscht sich die Telgter FDP. Der Antrag der Liberalen fand im Planungsausschuss damit deutlich Anklang. Alle Parteien stimmten zu.

Montag, 05.10.2020, 05:51 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 17:46 Uhr
Der Planungsausschuss hat sich dafür ausgesprochen, auf der Wolbecker Straße eine Tempo-30-Zone einzurichten.
Der Planungsausschuss hat sich dafür ausgesprochen, auf der Wolbecker Straße eine Tempo-30-Zone einzurichten. Foto: -agh-

Die Geschwindigkeit auf der Wolbecker Straße zwischen Telgter Ei und der Kreuzung Von-Siemens-Straße/Schillerstraße soll gedrosselt werden. Das jedenfalls ist der erklärte Wille des Planungsausschusses, der sich einstimmig für einen entsprechenden FDP-Antrag aussprach.

Nun ist die Verwaltung am Zug, die in Gesprächen mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises klären soll, ob eine solche Tempo-30-Zone überhaupt genehmigt werden könnte.

„Die Beobachtung des Fahrzeugverkehrs im Bereich zwischen Kreisel und der Kreuzung Von-Siemens-Straße/Schillerstraße hat für die FDP-Fraktion zu der Überzeugung geführt, dass hier nicht nur aus Gründen des Lärmschutzes, sondern insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit die Prüfung und gegebenenfalls Einrichtung einer Tempo-30-Zone geboten erscheint“, heißt es in der Begründung der antragstellenden Fraktion.

In diesem Zusammenhang gehen die Freidemokraten noch auf ein aus ihrer Sicht anderes Pro­blem an der Wolbecker Straße ein. „Beim Überholen der dort regelmäßig und überdies nahezu durchgängig parkenden Fahrzeuge für den ein- und auswärts fahrenden Verkehr kann der gesetzlich gebotene Mindestabstand von anderthalb Metern zu den stadteinwärts orientierten Radfahrern nur bei engem Vorbeifahren an den parkenden Fahrzeugen eingehalten werden“, heißt es nämlich im Antragstext weiter.

Da angesichts der hohen Zahl der dort parkenden Fahrzeuge Ausweichmöglichkeiten für Autofahrer rar seien, solle überdies geprüft werden, „ob hier nicht entsprechende Zwischenräume durch Halteverbotsschilder eingerichtet werden können“, heißt es abschließend.

Ein anderer FDP-Antrag bezüglich der Wolbecker Straße ist nach Auskunft der Partei kurz vor der Umsetzung: Die Idee dabei ist, dass in einem Teilbereich der Wolbecker Straße vom Kreisel aus stadtauswärts gesehen ein Halteverbot eingerichtet wird, um die nach Ansicht der FDP „permanenten Staus beim Verlassen des Kreisels“ zu vermeiden. Der Geltungsbereich der Halteverbotszone solle nicht zu kurz gefasst werden, heißt es zudem in der Begründung.

Michael Brandherm (Grüne) stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass alle Fraktionen in den vergangenen Jahren Anträge und Ideen eingebracht hätten, um die Verkehrssicherheit in Telgte und Westbevern zu verbessern. Im Rückblick auf das Ergebnis übte er aber deutliche Kritik an der Genehmigungspraxis der zuständigen Behörden. Fast immer würden die aus Sicht der Politik sinnvollen und notwendigen Änderungen am Ende abgeschmettert. „Das sorgt schon für Frust.“

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