Tansania-Initiativ-Gruppe erhält Dankesschreiben nach Spendenaufruf
„Was wären wir bloß ohne Telgte?“

Telgte -

Dank etlicher Spenden aus Telgte kann die Tansania-Initiativ-Gruppe ihr Engagement vor Ort trotz der Corona-Auswirkungen fortsetzen.

Dienstag, 13.10.2020, 15:18 Uhr aktualisiert: 14.10.2020, 17:09 Uhr
Dieses Bild erhielt die Tansania-Initiativ-Gruppe als kleines Dankeschön für die Spenden aus Telgte.
Dieses Bild erhielt die Tansania-Initiativ-Gruppe als kleines Dankeschön für die Spenden aus Telgte. Foto: TIG

Unbeschreiblich groß war die Freude in der Hekima-Schule, als bekannt wurde, dass das „Hand-Wash-Project“ zu Ende geführt werden kann und der Schulbetrieb auch in der Zeit der Covid 19-Pandemie gesichert ist. Denn fast 10 000 Euro haben die Unterstützer der Tansania-Initiativ-Gruppe für diesen Zweck gespendet, seitdem die Engagierten um Unterstützung baten. Die Mitglieder der Gruppe sind in Anbetracht der großen Spendenbereitschaft, die in Telgte herrscht, gerührt und geben den Dank aus Tansania gern weiter.

Etwa sieben Wochen sind vergangen, seit die Tansania-Initiativ-Gruppe mit Unterstützung durch die WN-Lokalredaktion die Bevölkerung um Spenden gebeten hat. Durch die Absagen des Frühlingsfestes und des Mariä-Geburts-Marktes waren die wichtigsten Einnahmequellen versiegt. Als im Juni die Hilferufe der tansanischen Partner, die sich in Anbetracht der Ausweitung der Covid 19-Pandemie vor sehr große Herausforderungen gestellt sahen, eintrafen, galt es zu prüfen, ob und wie die wünschenswerten Maßnahmen finanziert werden könnten.

Auf den ersten Hilferuf, der bereits im April aus dem ebenfalls unterstützten Mwemage Health Centre eintraf, hatte die Gruppe noch schnell reagieren können und – den Wünschen der Leiterin der Station entsprechend – kurzfristig einen Betrag von 6000 Euro überwiesen für den Kauf von Medikamenten, Masken und Desinfektionsmitteln für die Verbesserung des Hygiene-Standards. Zurückgehalten war dieser Betrag ursprünglich für die Finanzierung einer baulichen Maßnahme.

Vergleichbar der Situation in Deutschland wurden auch in Tansania bereits Mitte März alle Schulen geschlossen, um einer schnellen Ausbreitung des Virus zu begegnen. Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Unterrichts war der Nachweis entsprechender Hygiene-Maßnahmen.

Die Hekima Girls‘ Secondary School, die von mehr als 400 Schülerinnen besucht wird, ist eine Internatsschule. Das bedeutet, dass die Vorsorge-Maßnahmen sowohl in den Schlaf- als auch in den Unterrichtsbereichen greifen müssen. Das veranlasste Sr. Esther Buberwa, die Generaloberin des Ordens, der die Schule trägt, zur Planung eines „Hand-Wash-Projects“.

Die Schule verfügt bereits über fließend Wasser, allerdings nur in Teilbereichen. Dieses Wasserleitungssystem so auszubauen, dass die Schülerinnen vor allen Unterrichts-, Aufenthalts- Schlaf- und Speiseräumen Zugang zu fließendem Wasser und Seife haben, ist ein ehrgeiziger Plan, dessen Verwirklichung mit hohen Kosten verbunden ist. Bislang konnte aufgrund der beschränkten finanziellen Mittel nur ein Drittel der Arbeiten ausgeführt werden.

Jetzt allerdings konnte Schwester Esther mitgeteilt werden, dass der Spendenaufruf ein überwältigendes Echo gefunden hat und einschließlich der 2000 Euro aus der Mundschutz-Aktion der Gemeinde St. Marien ein Betrag zur Verfügung steht, der die Vollendung des Projektes garantiert. Ihre Worte „Was wären wir bloß ohne die Menschen in Telgte?“ bezeugen die Verbundenheit zwischen Telgte und der Hekima-Schule sowie dem Krankenhaus.

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