Westbeverner Krink kümmert sich um die Wanderwege
Zehn Jahre Bankleitsystem

Westbevern -

Der Westbeverner Krink sorgt dafür, dass Westbevern und seine Umgebung ein kleines Wanderparadies sind. Seit zehn Jahren gibt es nun auch das Bankleitsystem.

Sonntag, 25.10.2020, 13:08 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 11:26 Uhr
Die Bänke sind mit dem „Notfallservice durch das Bankleitsystem“ versehen. Die Schaukästen zeigen die große Wanderkarte. Die wurde aktualisiert. Sie wird nun in den 27 Kästen aufgehängt.
Die Bänke sind mit dem „Notfallservice durch das Bankleitsystem“ versehen. Die Schaukästen zeigen die große Wanderkarte. Die wurde aktualisiert. Sie wird nun in den 27 Kästen aufgehängt. Foto: Bernhard Niemann

Wandern in und rundum Westbevern ist beliebt – nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei Gästen, die die schöne Landschaft in Augenschein nehmen möchten.

Haus Langen mit seinen Waldgebieten ist da ein zentraler Punkt, der gerne angesteuert wird. Die bunte Vielfalt der Blätter auf den Sträuchern und Bäumen in der Herbstzeit lädt dazu derzeit förmlich ein. Um sich zu orientieren, blicken die Wanderer auf die das Westbeverner Wanderwegenetz darstellende Wanderkarte mit Angaben zum Verlauf der Wanderwege W 1 bis W 6, den Schutzhütten und den Ruhebänken.

Vor zehn Jahren wurde vom Westbeverner Krink der „Notfallservice durch Bankleitsystem“ für das dortige Wanderwegenetz entwickelt und mit der Kreisleitstelle des Rettungsdienstes der Feuerwehr abgestimmt. Im selben Jahr wurde dann auch die erste ausführliche Karte zum Westbeverner Wanderwegenetz mit Angaben zu den Ruhebänken herausgegeben. Die Ruhebänke und Schutzhütten an den Wanderwegen sind mit einer individuellen Nummer versehen, die deutlich sichtbar angebracht ist. Zusätzlich ist die Notrufnummer 112 aufgedruckt.

„Es gab im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts ein paar Situationen, in den die Angaben für Personen hilfreich waren und ihnen Sicherheit gegeben haben, dass ihnen geholfen wird“, blickt Bernhard Tippkötter, Wanderwart im Westbeverner Krink und einer der Initiatoren des Leitsystem, zurück. Im Notfall kann unter Angabe der Banknummer schnell und zuverlässig Hilfe angefordert werden. An 73 Bänken sind diese Nummern angebracht. Hinzu kommt ein Emblem des Westbeverner Krink.

Die Pflege der Wanderwege samt Beschilderung der Ruhebänke wird von Mitgliedern das Krink vorgenommen. Sie renovieren und streichen die Sitzgelegenheiten auch bei Bedarf. 111 Bänke befinden sich an 64 Standorten, die wiederum von 64 Paten betreut werden.

Auf dem aktuellen Stand werden in gewissen Abständen die Wanderkarten gebracht. Die in Kleinformat in der sechsten Auflage und mit 1500 Stück erschienenen Karte wurde im vergangenen Jahr erstellt. Die Wanderkarte in Großformat befindet sich in 27 Schaukästen. Auf den Karten sind auch die Bänke mit ihren Nummern verzeichnet.

Die Karten im Großformat – 80 mal 120 Zentimeter – wurden jüngst auf den neusten Stand gebracht. Sie werden in diesen Tagen in den Schaukästen aufgehängt. Die erste bereits im Voßhaar. Sie enthalten neben den Wanderwegen und Bänken auch Hinweise zu Sehenswürdigkeiten.

Das Wanderwegenetz umfasst rund 60 Kilometer. Zwischen 6,2 und zwölf Kilometer sind die Wanderwege lang. Kleine Schilder weisen die Streckenführung aus.

Wanderer reisen sogar aus dem Sauer- und Siegerland, aus Ostwestfalen oder gar dem benachbarten Holland an. „Hier passt alles. Man kann sich stets gut orientieren und die schönen Gegenden, die die Wanderkarten zeigen, mit Freude erkunden“, meinte ein Wanderin aus Münster, die kürzlich einen Herbsttag in der Mittagssonne genoss. Sie nahm den Bereich Haus Langen mit der Krinkhütte und die Gräfte sowie den Waldlehrpfades in Augenschein.

Übrigens: Mehrere Gemeinden und Städte haben sich in den vergangenen Jahren beim Krink nach dem Bankleitsystem erkundigt – und es dann auch kopiert, berichtet der Verein nicht ohne Stolz.

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