Corona-Krise schlägt auch beim Musikzug Westbevern-Dorf voll durch
Proben ja – Auftritte nein

Westbevern -

Der Musikzug Westbevern-Dorf probt wieder regelmäßig, Auftritte gibt es aber nicht nicht. Das sorgt für finanzielle Sorgen.

Montag, 26.10.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 11:25 Uhr
Die Corona-Pandemie und der dadurch bedingte Ausfall der geplanten Auftritte machen dem Musikzug Westbevern-Dorf zu schaffen. Die Zahl der Aktiven bleibt aber weiterhin konstant.
Die Corona-Pandemie und der dadurch bedingte Ausfall der geplanten Auftritte machen dem Musikzug Westbevern-Dorf zu schaffen. Die Zahl der Aktiven bleibt aber weiterhin konstant. Foto: Bernhard Niemann

„Wir sind für den Fall gerüstet, wenn Veranstaltungen wieder durchführbar sind und wir wieder auftreten können“, macht Ludger Tepper deutlich, dass die Musiker vorbereitet sind, um Posaune, Trompete, Schlagzeug und Tenorhorn erklingen zu lassen. Seit September kann dafür – wenn auch in kleinerem Rahmen – in der Aula der Grundschule im Dorf geprobt werden.

Die aktuelle Corona-Lage macht auch dem Vorsitzenden des Musikzuges Westbevern-Dorf große Sorgen. „Mir ist es wichtig, dass die berufliche Arbeit in allen Bereichen nicht darunter leidet, Schulen und Kindergärten offen bleiben können. Unser musikalischer Bereich ist da Nebensache, so gern wir natürlich unserem Hobby nachgehen. Die Gesundheit geht vor.“ Ludger Tepper ist froh, dass trotz der eingeschränkten Möglichkeiten, alle Aktiven weiter im Musikzug dabei sind.

„Auch wenn die wöchentlichen Proben teils nur mit halber Stärke vonstatten gehen, so haben wir unter der Leitung von Dirigent Jürgen Schäfer neue Stücke einstudiert und Altbewährtes aufgefrischt“, berichtete der Vereinschef.

Zwei Jugendliche befinden sich in der Ausbildung und erlernen die Grundlagen auf der Flöte und der Trompete. Da auch Einzelunterricht möglich ist, lässt sich der eingeschlagene Weg für sie wie geplant fortsetzen. Der Verein stellt die Instrumente für die Ausbildung zur Verfügung.

„Vorausschauend planen können wir derzeit aber leider nicht“, sagt Tepper mit Blick auf die eigentlich im Terminkalender für November und Dezember festgezurrten Auftritte. In diesen Monaten ist eigentlich Hochsaison für den Musikzug. Angefangen mit dem Aufspielen beim Martinsumzug und dem Probentag der Aktiven. Bei Letzterem bereiten sich die Musiker intensiv auf die Advents- und Weihnachtszeit vor, um den Bürgerinnen und Bürgern im Beverdorf, aber auch über dessen Grenze hinaus einen musikalischen Hörgenuss zu servieren. Die beiden genannten Termine fallen im November aus. Durch die Absagen des Vadruper Weihnachtsmarktes am 6. Dezember und des Benefizkonzerts „Weihnachten für alle“ am 20. Dezember kommen weitere hinzu.

Ludger Tepper und seine Mannschaft würden sich freuen, wenn sie die Tradition wahren könnten, und Weihnachtslieder in der Reha-Klink und im Rochus-Hospital in Telgte am 13. Dezember zu Gehör bringen könnten. Der Musikzug übermittelt bereits seit einigen Jahrzehnten musikalische Grüße vor Ort. „Einen Melodienbogen zur Weihnachtszeit haben wir immer in unserem Repertoire.“

Durchkreuzen die derzeit stetig anschwellenden Corona-Fallzahlen auch die Auftritte im Dezember, käme wohl erst wieder ein Auftritt anlässlich des musikalischen Dämmerschoppens im April 2021 zustande. „Wir denken zunächst nur von Woche für Woche. Alles andere müssen wir abwarten.“

Dass fehlende Auftritte auch finanzielle Löcher reißen, spüren auch die Verantwortlichen bereits. Auch weil die Aufwendungen für den Dirigenten weiter laufen. Beschaffungen von Instrumenten und Notenmaterial müssen derzeit aber nicht getätigt werden. „Wir gehen aber auf dem „Zahnfleisch. Ein zweites Jahr in dieser Form lässt sich kaum bewältigen“, so Ludger Tepper, der Auskunft unter   0 25 32/55 99 erteilt.

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