44 Raumlüftungsgeräte bestellt
Bis zu 99 Prozent weniger Viren

Telgte -

Da in der Sekundarschule Stoßlüften nicht möglich ist, sind nun 44 Raumlüftungsgeräte bestellt worden. Kostenpunkt: 70 000 Euro.

Mittwoch, 04.11.2020, 18:37 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 18:40 Uhr
Schulleiterin Inge de Lange präsentierte eines der Raumlüftungsgeräte, die die Sekundarschule zum Testen bekommen hatte.
Schulleiterin Inge de Lange präsentierte eines der Raumlüftungsgeräte, die die Sekundarschule zum Testen bekommen hatte. Foto: Stefan Flockert

Der neue Rat hat in seiner ersten Sitzung einstimmig eine überplanmäßige Auszahlung von 70 000 Euro genehmigt, damit 44 Raumlüftungsgeräte für die Sekundarschule an der Marienlinde angeschafft werden können.

Das Problem in der Sekundarschule ist – wie berichtet –, dass ein Stoßlüften, wie es in Corona-Zeiten dringend empfohlen wird, wegen der Kippfenster nicht möglich ist. Deshalb wurde nach Gesprächen von Schulleitung, Gebäudemanagement und Schulamt beschlossen, Raumlüftungsgeräte für die Klassenräume anzuschaffen, um die Corona-Infektionsgefahr weiter zu minimieren. „Diese Geräte reduzieren die Virenlast um bis zu 99 Prozent“, berichtete Bürgermeister Wolfgang Pieper . Die Verwaltung habe die Geräte mehrere Anbieter zur Auswahl gehabt. Mitentscheidend bei der Entscheidung für die bereits am Dienstag bestellten Lüfter sei die geringe Lautstärke gewesen. In der Sekundarschule seien in den vergangenen Wochen zwei Geräte mit geringem Lärmwert getestet worden.

Jeder der Raumlüfter kostet rund 1500 Euro. Schulamtsleiter Tanja Schnur berichtete, dass die Verwaltung einen Antrag auf Fördermittel stellen werde. Die Lieferzeit beträgt vier bis sechs Wochen.

Britta Sporket (Grüne) wollte wissen, ob in zwei Monaten nicht vielleicht auch noch Geräte fürs Gymnasium benötigt würden. „Wo man vernünftig Stoßlüften kann, werden wir keine Geräte aufstellen“, antwortete der Bürgermeister. Aber das könne sich auch noch ändern.

Was denn nach der Corona-Krise mit den Lüfter geschehe, fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Boge. „Die Geräte können auch später die Virenlast verringern“, erklärte Pieper. „Insofern ist das eine sinnvolle Investition.“

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