Friedhofsgebühren neu festgesetzt
Erwerb eines Grabes wird deutlich teurer

Telgte -

Die Gebühren für die Friedhöfe in Telgte und Westbevern wurden in der jüngsten Finanzausschusssitzung neu festgesetzt. Steigen werden sie im Bereich „Erwerb und Verlängerung von Grabstättenrechten“ – und das um knapp über sieben Prozent.

Sonntag, 22.11.2020, 11:28 Uhr
Die Friedhofsgebühren für das Jahr 2021 wurden in der Finanzausschusssitzung neu festgesetzt.
Die Friedhofsgebühren für das Jahr 2021 wurden in der Finanzausschusssitzung neu festgesetzt. Foto: Stefan Flockert

Die Gebühren für die Friedhöfe in Telgte und Westbevern wurden in der jüngsten Finanzausschusssitzung neu festgesetzt. Steigen werden sie im Bereich „Erwerb und Verlängerung von Grabstättenrechten“ – und das um knapp über sieben Prozent.

Trockener Sommer ein Knackpunkt

Dafür sind zwei Punkte hauptsächlich verantwortlich. In den extrem trockenen Sommern 2018 und 2019 sind auf dem Telgter Friedhof viele Heckenpflanzen vertrocknet, die ersetzt werden mussten. Auch 2021 müssen noch weitere Hecken gepflanzt werden. Zudem ist in der Gebührenberechnung für 2021 der Ausgleich der Unterdeckung aus dem Jahr 2019 in Höhe von 7671 Euro enthalten. Im Jahr davor hatte es noch eine Kostenüberdeckung gegeben, die sich gebührenmindernd ausgewirkt hatte.

Die Gebühr bei einem Reihengrab für eine verstorbene Person, die älter als fünf Jahre war, beträgt 2021 429,05 Euro, für ein Wahlgrab je Grabstelle 965,37 Euro, für ein Tiefengrab 1094,08 Euro und für ein Urnengrab 707,94 Euro.

Die Bestattungsgebühren verändern sich gegenüber 2020 lediglich zwischen 0,04 und 0,08 Prozent. Der Anstieg liegt damit lediglich bei 17 Cent. Bei Bestattungen von Tot- und Frühgeburten sowie Personen, die vor der Vollendung des fünften Lebensjahres verstorben sind, bleibt es unverändert bei einer Gebühr von 100 Euro.

Aufbewahrungsräume werden weniger genutzt

Deutlich weniger werden auf den Friedhöfen die Aufbahrungsräume genutzt. Ursache, so die Verwaltung in der Sitzungsvorlage, sei, dass das in Telgte ansässige Bestattungsunternehmen seit Ende 2008 eigene Aufbahrungsräume vorhalte. Diese würden gut angenommen. Deshalb würden insbesondere die Räume am Telgter Friedhof nur noch in wenigen Fällen genutzt.

Das Problem ist, dass bei annähernd gleichen Ausgaben und einer deutlich geringeren Nutzung die Gebühren spürbar hätten steigen müssen. Die berechnete Gebührenhöhe hielt die Verwaltung aber nicht für vertretbar. Deshalb wurde eine gegenüber den Vorjahren gleichbleibenden Gebühr von 120 Euro vorgeschlagen, der der Ausschuss einstimmig zustimmte.

Das Ganze verhält sich bei den Trauerhallen ähnlich. Auch diese würden weniger genutzt. Grund dafür ist, dass in der katholischen Kirche die Aussegnung nun häufiger im Rahmen der heiligen Messe stattfindet. Auch hier wurde eine sich gegenüber den Vorjahren nicht veränderte Nutzungsgebühr von 180 Euro beschlossen.

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