Stadtelternrat macht erste Vorschläge
Neue Outdoor-Angebote schaffen

Telgte -

Der Stadtelternrat hat die Initiative ergriffen, um neue Outdoor-Angebote für ältere Kinder und Jugendliche in Telgte zu schaffen.

Dienstag, 24.11.2020, 15:39 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 16:01 Uhr
Eine Pumptrackbahn wie hier in Wolbeck ist nur eine von vielen Ideen.
Eine Pumptrackbahn wie hier in Wolbeck ist nur eine von vielen Ideen. Foto: Daniela Stricker/Stadtelternrat

„Können wir alle zusammen etwas unternehmen, damit Telgte endlich attraktive Spiel- und Sportmöglichkeiten und Treffpunkte für ältere Kinder bekommt?“ Mit dieser Frage in einer Elterngruppe traf eine Mutter in den Sozialen Medien offensichtlich einen Nerv. Viele Kommentare und keine zwei Tage später hatten sich mehr als 80 Befürworter in einer neuen WhatsApp-Gruppe des Stadtelternrates Telgte formiert. „Pumptrack und Co: Wir wünschen uns mehr Outdoor-Angebote für Kinder ab zehn Jahren und für Jugendliche in unserer Stadt. Als Stadtelternrat ( SER ) Telgte setzen wir uns mit Eltern und Jugendlichen dafür ein“, heißt es seither in der Gruppenbeschreibung.

In einer ersten Videokonferenz erläuterten die Initiatoren um Daniela Stricker , Sina Gottschling , Nicole Wewers und Katja Behrendt mögliche Angebote. Ob Pumptrackbahn, Calisthenics-Gerüst, Ninja Warrior-Strecke, Boulderelement oder Skatepark – eine dieser Outdoor-Aktivitäten oder auch eine Kombination aus verschiedenen Elementen wären gerade jetzt in der Corona-Pandemie für viele Familien Gold wert, heißt es in der Mitteilung des Stadtelternrates.

Von einem adäquaten, vereinsunabhängigen Sportangebot oder auch nur Treffpunkten im Freien seien ältere Kinder und Jugendliche in Telgte im wahrsten Sinne meilenweit entfernt. Ein 22-Jähriger machte in der Elternrunde klar: „Es ist für Jugendliche in Telgte schon schwierig, sich draußen im Schutz einer Überdachung zu treffen. Da bleiben nur die Bushaltestellen am Schulzentrum oder ein kleines Abdach an der Don-Bosco-Schule.“

In der Videokonferenz erläuterte Katja Müller als Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Soziales, Sport und Senioren den Stand um die Neugestaltung des Dümmert-Parks und machte deutlich, dass dort von den Planern zumindest im zweiten Schritt ein Skatepark oder eine Dirtbahn angedacht worden seien.

Prof. Dr. Johannes Nathschläger stellte als interessierter Bürger und Vater von drei Kindern während des virtuellen Treffs die Eckpunkte eines Sportfördertopfes des Landes Nordrhein-Westfalen vor.

Im Laufe der Diskussion wurde vielen Eltern klar, dass sie für ein ansprechendes Angebot draußen für ihre Kinder einen längeren Atem haben müssen. So müsse erst einmal Klarheit darüber geschaffen werden, wo die jungen Menschen geeignete Flächen zur Verfügung gestellt bekommen. Die Größe entscheide mit über das geeignete Angebot.

Wichtig war den Eltern auch, dass Jugendliche direkt in die Planung mit eingebunden werden. „Wir wollen nicht über ihre Köpfe etwas anschieben, was dann nicht so angenommen wird“, betonte Stricker. Daher freuten sich die Initiatoren über die Teilnahme von Jens Micke vom Kinder- und Jugendwerk, der in der aufsuchenden Jugendarbeit viele Kontakte habe. Wer sich einbringen möchte, kann über stadtelternrat-telgte@gmx.de melden.

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