Erweiterung der Don-Bosco-Schule
Neubau sofort – Bestand muss warten

Telgte -

Der Erweiterungsbau an der Don-Bosco-Schule kommt. Wegen der angespannten Finanzlage müssen der Umbau des Bestands und der Verbindungsgang hingegen warten.

Freitag, 27.11.2020, 19:26 Uhr aktualisiert: 27.11.2020, 19:30 Uhr
Parallel zur Lortzingstraße soll der Neubau (gelb) entstehen.
Parallel zur Lortzingstraße soll der Neubau (gelb) entstehen. Foto: Büro Spital-Frenking + Schwarz

Zum Beginn des Schuljahres 2022/23 müssen die neuen Unterrichtsräume der dann dreizügigen Don-Bosco-Schule fertig sein. Deshalb ist Eile geboten. In der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Planungsausschuss wurde nach der Vorstellung der Planungen durch Michael Schwarz vom Architekturbüro Spital-Frenking + Schwarz einstimmig der Weg für weitere Realisierungsschritte freigemacht.

Allerdings wird zunächst einmal nur der Erweiterungsbau auf dem Ostteil des Schulgeländes errichtet. Der Umbau im Bestand und der Verbindungsgang müssen wegen der angespannten Haushaltslage warten. Beschlossen wurde allerdings, das bestehende Gebäude und dabei insbesondere die Küche bereits jetzt so weit zu erneuern, dass alle Schüler auch versorgt werden können.

In den Beschlussvorschlag wurde zudem eine Kostenobergrenze für den ersten Bauabschnitt, den Neubau, in Höhe von 5,45 Millionen Euro integriert. Darauf hat insbesondere der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Boge gedrängt: „Wir werden stark darauf achten, dass uns so etwas wie bei der Dreifachhalle nicht noch einmal passiert. Wir wollen keine weitere Überraschung erleben.“ Bei über diese Summe hinausgehenden Kosten müssten die Fachausschüsse und am Ende der Rat zustimmen.

Aufbauend auf dem Konzept der pädagogischen Raumplanung soll das neue Gebäude die Klassenräume für alle vier Jahrgänge der Schule aufnehmen. Hinzu kommen für jeden Jahrgangsbereich eine vorgelagerte „Mitte“ als Raum für multifunktionale Nutzung, die Differenzierungsräume sowie Teamräume für Lehr- und Betreuungskräfte. Im Erdgeschoss werden zukünftig zwei Jahrgänge in jeweils drei Klassenräumen unterrichtet. Zwei weitere Jahrgänge werden im Obergeschoss untergebracht. Am jeweiligen Kopfende des Gebäudes befinden sich Treppenhäuser und die Zugänge zum Gebäude. Zur barrierefreien Erschließung wird ein Aufzug im nördlichen Treppenhaus untergebracht.

Im zweiten Bauabschnitt werden Mehrzweckräume und die Verwaltungsräume in den leergezogenen Klassenräumen und im Pavillon eingerichtet. Im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes sind Mehrzweckräume sowie Mensa und Pausenhalle untergebracht. Im Obergeschoss wird die Verwaltung ihre Räumlichkeiten bekommen. Zwei weitere Mehrzweckräume für Malen/Zeichnen und Werken/Bauen sind angedacht. Im Bauabschnitt drei wird der Verbindungsbau realisiert. Einen exakten Zeitplan für den zweiten und dritten Bauabschnitt gibt es allerdings noch nicht.

Für den Neubau sind Kosten in Höhe von 5,451 Millionen Euro kalkuliert. Schätzungen gibt es für den zweiten und dritten Bauabschnitt: 3,651 Millionen Euro für den Umbau des bestehenden Gebäudes und 160 000 Euro für den Verbindungsgang.

„Die Gesamtplanung passt“, sagte Schulleiterin Natalie Nolte. „Aber wir haben keine zeitliche Orientierung, wann der Bestand umgebaut wird und wann der Verbindungsgang geschaffen wird.“ Es sei zu befürchten, dass nach dem Neubau der Rest erst einmal auf Eis gelegt werde. „Wir brauchen aber das gesamte Ensemble, um gut arbeiten zu können“, so Nolte.

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