Adventslieder erklingen in der Clemenskirche
Singen mit Maske und Abstand

Telgte -

Dass gemeinsames Singen auch in Pandemie-Zeiten machbar ist, dass zeigte die Chorgemeinschaft St. Johannes bei ihrem offenen Adventssingen.

Montag, 30.11.2020, 14:40 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:42 Uhr
Das offene Adventssingen der Chorgemeinschaft St. Johannes fand unter strenger Einhaltung der Corona-Regeln statt.
Das offene Adventssingen der Chorgemeinschaft St. Johannes fand unter strenger Einhaltung der Corona-Regeln statt. Foto: Bernd Pohlkamp

Mit Maske und Abstand Adventslieder singen in der Clemenskirche? Geht das? Ja. Groß genug ist die Wallfahrtskirche bekanntlich. Mit Mund- und Nasenschutz und mit viel Abstand hatte auch Propst Dr. Michael Langenfeld keine Bedenken, in der Kirche unter dem Adventskranz entsprechende Melodien zu singen.

100 Teelichter standen am frühen Sonntagabend auf den Sitzbänken und zeigten die stark begrenzten Belegungsmöglichkeiten in der Kirche an. In diesem Jahr überschattete die Corona-Pandemie die Adventszeit. Kreativität war gefragt, wollte man eine derartige Veranstaltung unter strengster Befolgung der Coronaregeln auch durchführen. Die Einhaltung von Abstand war dabei unverzichtbar. Maskenpflicht und Händedesinfektion auf dem Weg zum Sitzplatz waren Pflicht und wurden bei dem offenen Adventssingen selbstverständlich eingehalten.

Ohne Voranmeldung war eine Teilnahme möglich. Erwin Köster, Sprecher der Chorgemeinschaft St. Johannes, hatte mit 50 Teilnehmern gerechnet. Es kamen etwa 70, die – sobald sie die Coronaregeln erfüllt hatten – in die Kirche eintreten konnten. Die Teilnehmer verteilten sich im gesamten Kirchenraum.

Auf dem Adventskranz im Altarraum brannte die erste Kerze, als Jürgen Storcks, Leiter der Chorgemeinschaft St. Johannes, zusammen mit den beiden Musikern Katharina Duhme und Florian Dammeyer zum Mitsingen des ältesten überlieferten deutschsprachigen Weihnachtsliedes einluden: „Nun sei uns willkommen“. Es folgten viele bekannte Weihnachtslieder: „Kommt, ihr Hirten“, „Macht hoch die Tür“, „O du fröhliche“, „Jingle Bells“, „O Tannenbaum“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ und weitere. Alles „Glanzstücke bekannter Weihnachtslieder, die man auch ohne Liederheft hätte mitsingen können.

Ungewohnt war das Bild, ungewohnt mit Maske Lieder zu singen, doch auch wenn 70 Menschen so sangen, klang es in der Clemenskirche an diesem Abend weihnachtlich und stimmungsvoll und erfüllte den Wunsch der Initiatoren: „Seht, es naht die heilige Zeit.“

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