Sekundarschule an der Marienlinde hat abgestimmt
Schule ohne Rassismus

Telgte -

Mit überwältigender Mehrheit haben sich Schüler und Mitarbeiter der Sekundarschule dafür ausgesprochen, dem deutschlandweiten Netzwerk von „Schule ohne Rassismus“ beizutreten.

Dienstag, 01.12.2020, 15:52 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:40 Uhr
Spannend ging es bei der Stimmenauszählung zu. Am Ende entschieden sich 81 Prozent für eine Aufnahme in das deutschlandweite Netzwerk von „Schule ohne Rassismus“.
Spannend ging es bei der Stimmenauszählung zu. Am Ende entschieden sich 81 Prozent für eine Aufnahme in das deutschlandweite Netzwerk von „Schule ohne Rassismus“. Foto: Sekundarschule

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 81 Prozent haben sich die Schüler sowie alle Mitarbeiter der Sekundarschule an der Marienlinde dafür ausgesprochen, in das deutschlandweite Netzwerk von „Schule ohne Rassismus“, in dem über 3000 Schulen vernetzt sind, aufgenommen zu werden. Mit diesem Votum kann die Schule nun den Antrag zur Aufnahme stellen.

„Das war schon eine Menge Vorbereitung, diese Abstimmung“, sind sich die Schüler der Klasse 9b einig. Sie hätten innerhalb des Politikunterrichts die Abstimmung sehr engagiert vorbereitet und als Organisationsteam durchgeführt, heißt es im Bericht der Schule. So wurden für jede Klasse „Wahlurnen“ vorbereitet, Stimmzettel abgezählt und Wählerlisten erstellt. Alle Klassen wurden von je einem Mitglied des Organisationsteams der 9b besucht, und so konnten die Schüler ihre Stimme in ihren Klassenräumen geheim abgeben.

In einem Flyer, den die 9b vorbereitet und gestaltet hatte, wurden alle Beteiligten im Vorfeld informiert. In den Klassenräten wurde diskutiert, und selbst gestaltete Wahlplakate machten auf das Projekt im ganzen Schulgebäude aufmerksam. Zudem wurde ein Werbevideo gedreht, das nun auch auf der Schulhomepage veröffentlicht wird.

Der spannendste Teil war natürlich die Auszählung aller Stimmen. Das Ergebnis wurde in einer Excel-Tabelle festgehalten und in einem Protokollbogen dokumentiert. Über die schul.cloud sind alle offiziell über das Wahlergebnis informiert worden. „Dieses Projekt zu initiieren, hat wirklich viel Freude bereitet. Ein Stück Demokratie sehr handlungsorientiert zu erleben, das wird nachhaltig bei den Lernenden wirken“, sagt Helga Quante, die die Schülerinnen und Schüler in dem Prozess begleitet hat.

Dass die Arbeit damit aber noch nicht zu Ende ist, darüber sind sich die Schüler einig. Jetzt gilt es, Projektideen zu sammeln, die sich in näherer Zukunft zu den Themen Diskriminierung und Rassismus in der Schule verwirklichen lassen.

Die Antragsunterlagen der Schule werden nun in einem nächsten Schritt gesichtet. Dann können bald alle Schülerinnen und Schüler und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sekundarschule voller Stolz verkünden: „Wir sind eine Schule ohne Rassismus und mit Courage.“

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