Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel
Gemeinsam aktiv für die Zukunft einsetzen

Telgte -

In seinem Grußwort zum neuen Jahr dankt Bürgermeister Wolfgang Pieper den Bürgern für ihre Umsicht und Achtsamkeit in dieser schwierigen Zeit. Gemeinsam sollten sich alle auch weiterhin für die Gestaltung der Zukunft einsetzen.

Freitag, 01.01.2021, 00:28 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 00:30 Uhr
Wolfgang Pieper
Wolfgang Pieper Foto: Stadt Telgte

Liebe Telgterinnen und Telgter,

das Jahr 2020 geht zu Ende, ein neues Jahr steht vor der Tür – und nichts ist mehr wirklich so wie zum Jahreswechsel vor einem Jahr. Daran zu denken, ist wie in eine andere Zeit zurückzuschauen. Das Jahr hat uns alle in vielerlei Hinsicht an die Grenzen gebracht – oder manchmal auch darüber hinaus.

Und doch gibt es aus meiner Sicht auch Positives, das in der Corona-Krise deutlicher als sonst hervorgetreten ist: Wir alle haben gemeinsam gezeigt, dass wir verantwortlich mit dieser Krise umgehen und das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt unter schwierigen Bedingungen gestalten konnten. Für den besonderen Einsatz vieler Menschen in dieser Zeit, für die Umsicht und Achtsamkeit möchte ich mich daher von ganzem Herzen bei allen bedanken.

Die Pandemie-Zeit hat eine aktive und gelebte Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen in unserer Stadt gezeigt, die wirklich vorbildlich ist. Viele Aktivitäten von Einzelhändlern, Gastronomie, Vereinen und Privatleuten haben zudem dazu beigetragen, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Krise besser bewältigen zu können. Und in den Schulen und Kitas, in der offenen Jugendarbeit fanden Unterricht und Betreuung, Angebote, Orientierung und Halt für die Kinder und Jugendlichen unter besonders herausfordernden Bedingungen statt. In den Senioren- und Pflegeheimen, in den Telgter Kliniken und Arztpraxen war die Arbeit für die dort Beschäftigten durch viele direkte Kontakte zu Risikogruppen zusätzlich belastend: Mein Respekt und mein Dank gilt allen, die diese wichtige und für uns alle unverzichtbare Arbeit leisten.

Und auch die Rats- und Ausschussarbeit – und „nebenbei“ noch eine Kommunalwahl – konnte trotz Krisen-Modus nahezu unverändert, wenn auch unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden. Das zeigt, dass eine Demokratie auf der kommunalen Ebene auch in diesen Zeiten funktioniert. Und wie wichtig dieses Fundament einer offenen, demokratisch verfassten und solidarischen Gesellschaft ist, zeigt ein Blick in andere Teile der Welt.

Mit derselben Zuversicht, mit der wir die Krise bislang gemeistert haben, dürfen wir in die Zukunft blicken. Nicht, weil es dort erkennbar besser aussähe. Im Gegenteil: Neben den schon genannten Aspekten der Pandemie und der finanzwirtschaftlichen Herausforderungen für die nächsten Jahre gilt es, kluge und konsequente Strategien zur Bewältigung der Klimakrise und ihrer unübersehbaren Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche zu finden und umzusetzen. Auch das wird Ressourcen erfordern, auch das wird große Anstrengungen mit sich bringen, auch das wird mit Rückschlägen und Fehlern verbunden sein. Aber wenn wir den Willen und die Zuversicht aufbringen, aus Krisen zu lernen und mit diesen Erkenntnissen weitere Herausforderungen zu bewältigen, dann lohnt dies den Einsatz und die Mühen des politischen Handelns allemal.

Ich wünsche uns und Ihnen allen, dass wir trotz der Belastungen und täglichen Anstrengungen Kraft schöpfen aus der gemeinsamen Bewältigung der Pandemie. Und ich würde mir wünschen, dass daraus Dankbarkeit erwächst. Denn unser Lebensstandard ist nicht selbstverständlich, unsere offene und tolerante Demokratie ist nicht selbstverständlich, eine intakte Umwelt ist nicht selbstverständlich – setzen wir uns weiter aktiv gemeinsam für unsere Zukunft ein!

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein gutes neues Jahr 2021, alles Gute, Gesundheit und viel Glück – und eine Prise Gelassenheit.

Ihr

Wolfgang Pieper

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7745038?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F
Nachrichten-Ticker