Bürgerinitiative B 51 bei der IHK zu Gast
Konstruktiver Gedankenaustausch

Telgte -

Maria Odenthal-Schnittler und Dr. Werner Allemeyer von der Bürgerinitiative B 51 Telgte waren zu Gast bei der IHK Nord Westfalen in Münster. In einem konstruktiven Gedankenaustausch legten beide Seiten ihre Positionen zum geplanten Ausbau der Bundesstraße 51 dar.

Sonntag, 03.01.2021, 15:52 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 16:00 Uhr
Naturschutz oder Landschaftsverbrauch, Verkehrswende oder Autowahn, Ökonomie versus Ökologie? Am Ausbau der B 51 hängen viele Themen. Daran scheiden sich aber auch die Geister.
Naturschutz oder Landschaftsverbrauch, Verkehrswende oder Autowahn, Ökonomie versus Ökologie? Am Ausbau der B 51 hängen viele Themen. Daran scheiden sich aber auch die Geister. Foto: BI B 51

Zwei Mitglieder der Bürgerinitiative B 51 Telgte, die Vorsitzende Maria Odenthal-Schnittler und Dr. Werner Allemeyer , waren zu Gast bei der IHK Nord Westfalen in Münster. Die beiden Vertreter der BI saßen Dr. Fritz Jaeckel und Joachim Brendel an einem sehr großen Tisch mit reichlich Abstand zwischen den Teilnehmenden gegenüber. Auseinander lagen und liegen auch die Positionen der Parteien. Dennoch zieht die BI eine positive Bilanz des Gedankenaustausches.

Schon vor eineinhalb Jahren wurde ein erstes Kennenlern- und Sondierungsgespräch mit Joachim Brendel von der IHK geführt. Diesmal hatte die BI bei Dr. Jaeckel angefragt, der seit zwei Jahren als Hauptgeschäftsführer der IHK Nord-Westfalen tätig ist. Schnell bekamen sie die Zusage zu einem Austausch. Das gesamte Gespräch sei ausgesprochen freundlich und in gegenseitigem Respekt verlaufen, berichtet die BI. Hervorzuheben sei vor allem, dass die Vertreter der IHK sehr genau und gut zugehört hätten. „Das ist heutzutage nicht selbstverständlich“, sagt Maria Odenthal-Schnittler.“ Daher müsse das hier auch erwähnt werden. Denn zu einem wirklichen Gedanken- und Argumentationsaustausch gehörten richtiges Zuhören und vor allem auch das „Ausredenlassen“ des Gegenübers. Ansonsten könne man sich die Zeit sparen und Sinnvolleres unternehmen.

Ganz eindeutig und mehrfach wurde von Seiten der IHK betont, dass sie als Vertreterin des Gesamtinteresses der Wirtschaft absolute Priorität auf eine leistungsstarke Ost-West-Verbindung (B51/B64n) zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück legt. Das sei ihr Auftrag, und für den engagiere sie sich.

Jaeckel und Brendel machten jedoch auch deutlich, dass sie die Argumente der BI durchaus nachvollziehen können. Sie hätten insofern die Bedeutung des Mandats akzeptiert, das die anwesende Vorsitzende der BI im Auftrag zahlreicher BI-Mitglieder habe. Daraus spreche ein klares Bekenntnis zum demokratischen Diskurs und letztendlich auch zu einer Offenheit guten Argumenten gegenüber, beurteilt die BI die Aussagen der IHK-Mitarbeiter. Dass sich Gesellschaft und Wirtschaft in einem Prozess bedeutender Veränderung befänden, sei bei den Anwesenden Konsens gewesen. Die IHK-Vertreter hätten darauf verwiesen, dass die aktuell gültigen Verkehrsprognosen für die B 51 die aktuellen Ausbauplanungen rechtfertigten. Zugleich würden die Prognosen im weiteren Planverfahren regelmäßig überprüft und die Planungen – soweit erforderlich – angepasst. Daher habe, so die BI, Einigkeit bestanden, dass man zu dem Thema im konstruktiven Austausch bleiben wolle.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7749229?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F
Nachrichten-Ticker