Erste Impfungen im Wohnstift St. Clemens
Hoffnung auf ein wenig Normalität

Telgte -

Josef Eichholt war der erste Bewohner des Wohnstiftes St. Clemens, der am Freitagmorgen gegen Corona geimpft wurde. 96 Prozent der Bewohner und nahezu 80 Prozent der Mitarbeiter ließen sich impfen. Im Altenheim Maria Rast soll es am kommenden Mittwoch losgehen.

Freitag, 08.01.2021, 18:51 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 19:51 Uhr
Freuen sich, dass es endlich losgegangen ist: (v.l.)
Freuen sich, dass es endlich losgegangen ist: (v.l.) Foto: Wohnstift St. Clemens

Nach intensiver Vorbereitung begann am Freitagmorgen die sehnlichst erwartete Impfung der Bewohner sowie der Mitarbeiter im Wohnstift St. Clemens. Insgesamt 96 Prozent der Bewohner und nahezu 80 Prozent der Mitarbeiter ließen sich impfen. Das dreiköpfige Impfteam um Dr. Claus Wegmann begrüßte als Ersten zu impfenden Bewohner Josef Eichholt , den Vorsitzenden des Bewohnerbeirates des Wohnstifts.

Im Vorfeld war Pflegedienstleiter Danish Shaikh mit der komplexen Organisation der Impfung betraut gewesen. Gründliche Vorbereitungen sorgten für einen reibungslosen Ablauf: So wurden bereits zwischen den Jahren die Einverständniserklärungen der Bewohner und Mitarbeiter eingeholt. Dr. Wegmann führte Aufklärungsgespräche mit Angehörigen, Bewohnern und Mitarbeitern. Neben der kompetenten Aufklärung über die Impfung gegen SARS-CoV-2 war es vor allem das offene und zugewandte Gespräch, das dazu beitrug, Ängste abzubauen und Sicherheit für die Impfung zu schaffen.

„Ich freue mich über die hohe Impfbeteiligung und damit zugleich über den umfassenden Schutz bei den Bewohnern und Mitarbeitern“, so Einrichtungsleiter Mathias Wohde. Auch zur nahen Zukunft äußerte sich Wohde optimistisch: „In rund drei Wochen bekommen wir die zweite Impfung und hoffen sehr, dass bald etwas Normalität in unseren Arbeitsalltag einkehrt.“

Eigentlich sollte am Samstag auch im Altenheim Maria Rast der Startschuss für die Impfung fallen. Doch der massive Coronaausbruch – am Mittwoch waren 27 Bewohner und zehn Mitarbeiter infiziert – hat dafür gesorgt, dass nun erst am Mittwoch kommender Woche begonnen werden kann. Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf hat dafür inzwischen grünes Licht gegeben. Akut Infizierte dürfen dann allerdings nicht geimpft werden. Bei Gesundeten sieht das anders aus.

95 Prozent der Bewohner wollten sich impfen lassen, berichtete Leiterin Karen Ohlmeyer am Freitag. Auch bei 80 Prozent der Mitarbeiter sei das der Fall. Einige Mitarbeiter hätten gesundheitliche Probleme wie beispielsweise Allergien und seien bezüglich der Verträglichkeit deshalb skeptisch. Einige hätten sich nach Vorgesprächen aber auch von der Sinnhaftigkeit der Impfung überzeugen lassen. „Einige wenige sagen aber auch kategorisch ,Nein‘“, erklärte die Leiterin.

Video "Corona-Ausbruch verhindert Impfung im Altenheim" in Kooperation mit dem WDR:

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7757432?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F
Nachrichten-Ticker