Gelände rund um die alte Feuerwache an der Ritterstraße
Qualitativ hochwertiges Projekt ist das Ziel

Telgte -

Das Projekt der Vereinigten Volksbank, auf dem Gelände rund um die alte Feuerwache an der Ritterstraße ein größeres Bauprojekt mit zahlreichen Wohnungen und Platz für Dienstleister umzusetzen, hat im Planungsausschuss eine erste Hürde genommen.

Montag, 01.02.2021, 17:01 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 17:10 Uhr
Die Neugestaltung des Areals rund um die alte Feuerwache hat eine erste Hürde genommen. Dort sollen zahlreiche Wohnungen entstehen, und es soll Platz für Dienstleister geschaffen werden.
Die Neugestaltung des Areals rund um die alte Feuerwache hat eine erste Hürde genommen. Dort sollen zahlreiche Wohnungen entstehen, und es soll Platz für Dienstleister geschaffen werden. Foto: Stefan Flockert

Das Vorhaben der Vereinigten Volksbank, auf dem Gelände rund um die alte Feuerwache an der Ritterstraße ein größeres Bauprojekt mit zahlreichen Wohnungen und Platz für Dienstleister umzusetzen ( WN berichteten), hat eine erste Hürde genommen. Der Planungsausschuss stimmte sowohl der Änderung des Flächennutzungsplanes als auch dem sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan für diesen Bereich zu.

Der zweite Planungsabschnitt, dabei geht es um ein weitgehend analoges Projekt auf dem Gelände der jetzigen Volksbank, nahm indes nach längerer Diskussion nur eine Teil-Hürde. Der Änderung des Flächennutzungsplanes wurde zugestimmt. Es soll dabei weiterhin eine gemischte Baufläche festgesetzt werden. Beim Bebauungsplan für diesen Teilbereich zeichnete sich noch ein größerer Diskussions- und Informationsbedarf ab. In einer der nächsten Sitzungen soll das vertieft werden.

Quer durch alle Fraktionen gab es bezüglich des südlichen Planungsareals Nachfragen, die Dr. Oliver Niedostadek (FDP) so auf den Punkt brachte: „Wir sollten den südlichen Teilabschnitt nicht auf Zuruf entscheiden und einen Schnellschuss machen.“ Zudem warf er die Frage auf, ob ein Frequenzbringer, etwa ein größerer Lebensmittel- oder Drogeriemarkt, an dieser Stelle künftig noch möglich sei. Auch das solle ausreichend durchdacht werden.

Udo Woltering (Grüne) wiederum wollte wissen, wie die Stellplatz-Problematik auf dem aktuellen Volksbank-Teil gelöst werden soll, wie hoch dort der Anteil an sozialem Wohnungsbau sein wird und ob nicht mit Blick auf den Altbestand die an dieser Stelle zum Teil geplante viergeschossige Bebauung zu hoch sei.

Bürgermeister Wolfgang Pieper machte deutlich, dass er „die Befürchtungen der Politik“ verstehe, dass aber zumindest mit der Änderung des Flächennutzungsplanes nichts in Stein gemeißelt sei, sondern noch viele Einflussmöglichkeiten im weiteren mehrstufigen Verfahren vorhanden seien. Das Ziel aller Beteiligten müsse es sein, ein qualitativ hochwertiges Projekt umzusetzen. Das stehe für die Verwaltung außer Frage.

Zur Erinnerung: Im ersten Teil der Bebauung sollen 36 Wohnungen entstehen, von denen 13 öffentlich geförderter Wohnraum sind. Die Stellplätze wiederum werden in einer Tiefgarage angeordnet.

Mit Blick auf die ebenfalls aufkeimende Diskussion, ob die Feuerwehr den Standort noch benötige, betonte er, dass die Wehr die letzte Entscheidung habe. Das sei auch mit der Volksbank als Investor so abgestimmt. Erst wenn die Feuerwehrleitung grünes Licht gebe, dass der Standort aufgegeben werden könne, solle die Umsetzung erfolgen.

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