Kreative Holzgestaltung bei Röwekamp & Stumpe
Möbelstücke aus Abfallholz

Telgte -

Wo viel gehobelt wird, fallen auch Reste ab, die normal für den Abfall bestimmt wären. Was könnte man stattdessen damit machen? fragten sich die Mitarbeiter von Röwekamp & Stumpe. Da kam ihnen die Idee, aus dem Abfallholz multifunktional einsetzbare Hocker zu bauen.

Sonntag, 07.02.2021, 19:48 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 19:50 Uhr
Manfred Röwekamp und Dorothea Stattmann präsentieren ihre multifunktional einsetzbaren Hocker aus Abfallholz.
Manfred Röwekamp und Dorothea Stattmann präsentieren ihre multifunktional einsetzbaren Hocker aus Abfallholz. Foto: Bernd Pohlkamp

Handwerkliches Talent, Kreativität und Ideenvielfalt entwickeln sich in einem Unternehmen umso besser, je mehr ein gesamtes Team an der Entwicklung von Produkten beteiligt ist. Dem Unternehmen Röwekamp & Stumpe am ehemaligen Raestruper Bahnhof ist es gelungen, dieses zu kombinieren und mit der 14-köpfigen Mannschaft und derzeit drei Auszubildenden immer wieder kreative Lösungen zu finden.

So kommen hochwertige und individuelle Möbel unmittelbar aus dieser Werkstatt. Das Team des mittelständischen Ausbildungs- und Meisterbetriebes Röwekamp & Stumpe plant und produziert seit fast zwei Jahrzehnten Einzel- und Einbaumöbel, Holzeinbauten sowie Fenster und Türen aus Holz. Zu den außergewöhnlichen Arbeiten gehört auch die Inneneinrichtung des Pfarrheimes St. Johannes in Telgte. Die „Raestruper“ arbeiten mit hochwertigem Holz, das sie sich von einem regionalen Sägewerk und vom Holzhandel liefern lassen. Die Holzoberflächen behandeln sie mit Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen.

Wo viel gehobelt wird, fallen auch Reste ab, die normal für den Abfall bestimmt wären. Was tun damit? Die Antwort gab das Team: „Die Reste standen zunächst abseits und warteten auf die Entsorgung. Dann kam jemand auf Idee, diesen ,Abfall’ weiter zu verwerten“, berichtet Manfred Röwekamp. Mit einer gehörigen Portion kreativer Fantasie wurde ein neues Möbelstückentworfen: Ein Hocker in U-Form war das Ergebnis.

Nach und nach wurde es ein Möbelstück, das mehrere Einsatzmöglichkeiten findet: als Beistell- und als Spieltisch, als Nacht- und auch als Couchtisch. Und schließlich findet der Hocker auch als Kindertisch Verwendung. Ausgestellt sind diese Möbelstücke seit einigen Monaten auch im Ausstellungs- und Verkaufsraum an der Warendorfer Straße 38 in Münster. Die Hocker sind eine Art Dauerbrenner geworden.

Inzwischen reichen Holzreste nicht mehr aus, um die Wünsche der Kundschaft zu erfüllen. Immer wieder entstehen Hocker, wenn Material anderweitig nicht mehr verwendet werden kann.

Gerne lassen Manfred Röwekamp und Hans Stumpe auch ihre Auszubildenden im Tischlerhandwerk einen Hocker anfertigen. „Für junge Menschen ist dies Ansporn und Inspiration, ein in Form und Funktion klar durchdachtes Möbelteil aus ,Holzresten’ zu gestalten“, erzählen die beiden immer auf Innovation ausgerichteten Praktiker.

Weil das Produkt so gut angenommen wird, haben die Raestruper an der Produktlinie weiter gefeilt. Hocker in unterschiedlichen Formaten, mit mobiler Rückenlehne, mit Sitzkissen und auch als Bank werden inzwischen angefertigt: Individuell und persönlich zugeschnitten, so dass jedes vollendete Werk nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal hat, sondern auch als Telgter Marke mit einem Stempel versehen ist.

Man darf gespannt sein, welche kreativen Ideen das Team aus Raestrup weiter hat und mit welcher Fantasie es in seiner Werkstatt neue Modelle entstehen lassen wird.

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