Vadruper Fanfarenzug hofft auf Auftritte
Zuschuss vom Volksmusikerbund

Westbevern -

Markus Rotthowe, Vorsitzender des Vadruper Fanfarenzuges, freut über einen Zuschuss vom Volksmusikerbund des Landes Nordrhein-Westfalen, der auf Antrag für entgangenen Einnahmen vom vergangenen Jahr gewährt wurde. Trotzdem ist für ihn klar, dass die Musiker lieber Auftritte gespielt hätten.

Sonntag, 21.02.2021, 20:03 Uhr aktualisiert: 21.02.2021, 20:10 Uhr
Vadruper Fanfarenzug hofft auf Auftritte: Zuschuss vom Volksmusikerbund
Foto: Bernhard Niemann

Die Probenarbeit, zu der sich die aktiven Mitglieder des Vadruper Fanfarenzug so gerne treffen, ruht bereits seit Wochen aufgrund der Corona-Pandemie – von den Auftritten ganz zu schweigen. Der letzte Einsatz fand in der Karnevalszeit des vergangenen Jahres statt.

Verantwortliche und Aktive würden sich freuen, wenn es nach der rund einjähriger Abstinenz mit dem Auftritt beim Osterdämmerschoppen am 4. April wieder losgehen würde. Der Osterdämmerschoppen wird zusammen mit dem Musikzug Westbevern-Dorf seit vielen Jahren durchgeführt und bildet den Auftakt in die Freiluftsaison. Aber „wir müssen abwarten, ob ein Auftritt möglich ist. Schön wäre es natürlich für alle, wenn der ‚Auftritts-Alltag‘ wieder seinen festen Platz hat“, sagt Markus Rotthowe . Sorgen bereiten dem ersten Vorsitzenden die fehlenden Veranstaltungen. „Ich kann unseren Akteuren derzeit kein Ziel nennen, das sich auf den nächsten Auftritt bezieht. Aber wenn sich ein Ziel abzeichnet, werden wir kurzfristig die Planungen aufnehmen. Dass gilt auch für die Probenarbeit, die, wenn sie wieder aufgenommen werden darf, schrittweiser Ansätze bedarf, um wieder Ton und Rhythmus zu treffen. Nach der langen Pause besteht für uns Akteure Nachholbedarf. Und bei dem einen oder anderen Instrument wird wohl auch eine neue Einstimmung erfolgen müssen. Aber: Die Gesundheit geht vor, da haben wir alle volles Verständnis“, macht Rotthowe deutlich.

Erfreut zeigte sich der „Chef“ über einen Zuschuss vom Volksmusikerbund des Landes Nordrhein-Westfalen, der auf Antrag für entgangenen Einnahmen vom vergangenen Jahr gewährt wurde. Probenarbeit, Ausbildung, Auftritte und Gemeinschaft sind die Eckpfeiler des Vadruper Fanfarenzuges, der 35 Aktive im Hauptzug und 27 Kinder in der Ausbildung zählt. „Ich hoffe, dass an der guten personellen Basis auch die Corona-Pandemie nicht gerüttelt hat. Mir ist auf jeden Fall nichts bekannt. Daher hoffe ich, dass alle weiter dem Vadruper Fanfarenzug beim Mitspielen treu bleiben“, so Markus Rotthowe, dem Zusammenhalt und Gemeinschaft wichtig sind.

Stolz ist Rotthowe auf das Ausbildungsteam. „Ich bin froh, dass wir in unseren Reihen so engagierte Ausbilder haben. 27 Kinder und Jugendliche profitieren davon, wenn sie in kleinen Gruppen oder im Einzelunterricht das musikalische ABC lernen. Das ist eine gute Grundlage und eine positive Entwicklung für den Fanfarenzug. Man muss immer am Ball blieben, was die Nachwuchsarbeit angeht“, betont der Vereinsvorsitzende.

Mit Christian Wies, Maurice Nau, Maike Höggemann, Anna Mielitz und René Heitmann, der die musikalische Gesamtleitung des Fanfarenzuges inne hat, stehen qualifizierte Ausbilder bereit. „Alle, die Interesse haben, ein Instrument zu erlernen, sind willkommen. Die Instrumente stellt der Fanfarenzug zur Verfügung“, unterstreicht Markus Rotthowe.

Dass fehlende Auftritte im vergangenen Jahr (27 waren es in 2019) und inzwischen 1967 seit der Gründung des Vadruper Fanfarenzuges, auch finanziell Einbußen bedeuten, spüren die Verantwortlichen deutlich. „Uns fehlte ein hoher vierstelliger Betrag allein durch die Ausfälle in den Sommermonaten 2020, durch die Absagen der Schützenfeste, Musikfeste oder Jubiläen“, sagt Markus Rotthowe. „Die laufenden Verpflichtungen für die Ausbilder, Versicherungen und Homepage laufen aber weiter. Wir müssen daher gewisse Anschaffungen von neuen Instrumenten auf einen späteren Zeitraum verschieben.“ Daher ist Markus Rotthowe froh, dass der Fanfarenzug aufgrund ihres gestellten Antrags einen Zuschuss über den Volksmusikerbund erhalten hat. „Diese beziehen sich auf den Zeitraum von März bis Juli 2020. Einnahmen und Ausgaben wurden gegengerechnet. Der Zuschuss ist natürlich willkommen, schließt sicherlich die eine oder andere Lücke, die durch die fehlenden Einnahmen entstanden ist. Wir wären aber lieber aufgetreten, denn das hätte sich besser gerechnet.“ Der Termin der Generalversammlung, die jeweils im ersten Quartal ansteht, ist noch offen, das hängt von den Vorgaben der Pandemie ab. Die Mitglieder werden rechtzeitig über Aktualitäten informiert.

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