Digitale Mint-Woche am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium
Schüler drehen lehrreiche Videos

Telgte -

Die MINT-Woche am Telgter Gymnasium findet in diesem Jahr pandemiebedingt in digitaler Form statt.

Donnerstag, 25.02.2021, 23:20 Uhr
In diesem Jahr fand die Mint-Woche am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in digitaler Form statt, aber auch das bereitete den Schülern viel Freude und Abwechslung.
In diesem Jahr fand die Mint-Woche am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in digitaler Form statt, aber auch das bereitete den Schülern viel Freude und Abwechslung. Foto: Franziska Ix

Lauter Trubel, interessante Experimente mit Elefantenzahnpasta oder Schleim werden von Schülern in der Aula des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums Telgte vorgestellt. Schüler bestaunen die Projekte, und eine Jury geht herum und bewertet. So war es zumindest in den vergangenen Jahren.

Denn alle zwei Jahre findet am MSMG der Mint-Tag statt. Das heißt, die Schüler können Projekte aus den Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften (Biologie, Physik, Chemie) und Technik vorstellen. Aber in diesem Jahr sieht es anders aus. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation gibt es eine digitale Mint-Woche.

Die Schüler hatten Zeit, ihre Projekte zu entwickeln, und da es keine Live-Präsentation geben kann, haben alle Beteiligten einen Lehrfilm erstellt. „Es schult die Schüler und zeigt ihnen, wie man einen Film aufbaut. Dazu setzten sie sich sehr präzise mit dem Thema auseinander“, betont Lehrer Philip Austermann.

Er gehört zur Fachschaft Naturwissenschaften und ist der Mint-Koordinator am Gymnasium. Austermann unterstützte mit weiteren Lehrkräften die Schüler bei ihrer Arbeit mit den Videos. Denn es ist bedeutend zu beachten, das wichtigste Material in drei Minuten zu verpacken. Aus den Lehrern der Fachschaft wird sich auch die Jury zusammensetzten. Sie bewertet die Filme in dieser Woche und vergibt Geld- sowie Sachpreise. „Wir haben um die 20 Lehrfilme und coole Ergebnisse“, sagt Austermann stolz.

Doch wie gelangt man an die Lehrfilme der Schüler? Die Links zu den einzelnen Projekten befinden sich auf der Homepage der Schule. Dort klickt man den gewünschten Link an und wird zum Video auf Youtube weitergeleitet.

Dort findet jeder zudem das Lehrvideo von Ferdinand Heiders Gruppe aus der Stufe 9. Er beschäftigte sich mit dem Thema, wie Feuer gemacht wird. Dazu standen Fragen im Raum, wie Feuer früher entzündet wurde und welche Möglichkeiten es heute gibt. „Bei uns war es sehr aufwendig, mit Hilfe eines Feuersteins eine Flamme herzustellen, da immer nur Funken entstanden sind, die wir auch mit Hilfe von Zunder nicht zum Brennen bringen konnten. Generell war das Umfangreichste aber das Schneiden des Videos, was insgesamt zwei Stunden in Anspruch genommen hat“, erzählt der Schüler.

Auch Aylin Aydin aus der Neunten entwickelte etwas für die digitale Mint-Woche. Sie stellte mit ihrer Gruppe Farbe her und färbte etwas. „Das Projekt war schon aufwendig, da die Farbe immer trocknen musste und die Schüler beim Schneiden des Videos auf mehrere Sachen achten musste“, erläutert die Gymnasiastin.

„Klar fehlt das Schöne, das Lebendige am eigentlichen Mint-Tag, aber es ist eine gute Alternative. Dennoch würde ich es nur zusätzlich machen“, sagt Austermann. Das sieht Ferdinand Heider ähnlich, denn das Projekt war so mit etwas mehr Aufwand verbunden: „Ich finde diese Alternative ist eine gute Abwechslung. Jedoch war es schon sehr anstrengend, und man musste viele Versuche aufnehmen und zusammenschneiden. Allerdings fand ich auch, dass es sehr viel Spaß gemacht hat und es eine gute Abwechslung zum normalen Homeschooling war.“

Da stimmt Aylin Aydin zu: „Ich finde diese Alternative arbeitsintensiver. Man braucht mehr Zeit, da man noch Fotos und Videos während des Prozesses erstellen und danach noch einen kleinen Film fertigstellen muss.“

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