Peter und Florian Kuhn auf dem Jakobsweg
Wenn der Vater mit dem Sohne

Telgte -

Gemeinsam auf dem Jakobsweg waren Peter Kuhn und sein Sohn unterwegs – vor Corona. Gerne erinnern sie sich aber immer noch an die gemeinsamen Erlebnisse auf dem Weg, die sie neu zusammengeschweißt haben. Von A. Große Hüttmann
Montag, 05.04.2021, 07:28 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 05.04.2021, 07:28 Uhr
Nach drei Wochen und rund 550 Kilometern Fußmarsch endlich am Ziel: Das große Bild entstand vor der Kathedrale in Santiago, das kleine wiederum am sogenannten Cruz de Ferro.
Nach drei Wochen und rund 550 Kilometern Fußmarsch endlich am Ziel: Das große Bild entstand vor der Kathedrale in Santiago, das kleine wiederum am sogenannten Cruz de Ferro. Foto: privat
Sich auf den Weg machen: In Pandemiezeiten ist das nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Doch die nachfolgende Geschichte handelt von einem „Sich auf dem Weg machen“ einige Monate vor Beginn der weltweiten Pandemie. Seinerzeit waren Peter Kuhn und sein Sohn Florian gemeinsam auf dem Jakobsweg unterwegs. Ein Erlebnis, das beide nicht nur wieder neu zusammengeschweißt hat, sondern von dessen Erinnerungen sie heute noch zehren. Gemeinsames Erlebnis der besonderen Art „Als ich meinen Sohn Florian anrief, um zu fragen, was er sich zu seinem Geburtstag wünsche, war ich mir eigentlich sicher, dass es um eine kleine Finanzspritze gehen würde. Ich war mehr als überrascht, als er mir sagte, er wünscht sich, mit mir den Jakobsweg zu gehen“, erinnert sich Peter Kuhn an die Initialzündung. Für den Telgter selbst war der Weg keine unbekannte Strecke. Bereits 2015 war er von Frankreich bis Santiago de Compostela und dann noch bis Finisterre am Atlantik gegangen. „Ich konnte ihm den Wunsch natürlich nicht ausschlagen, und nachdem mich meine Frau auch noch ermunterte, ging es drei Tage nach der Osnabrücker Wallfahrt, die noch ein guter Test für mich war, los“, erinnert sich der Telgter, der in seiner Freizeit unter anderem bei den Laufsportlern aktiv ist. In Bilbao trafen sich Vater und Sohn, denn Florian studiert in Wien. Mit dem Bus folgte eine gut zweistündige Fahrt nach Burgos, wo die beiden ihren persönlichen Jakobsweg begannen. Drei Wochen hatten sie sich Zeit genommen, und rund 550 Kilometer lagen vor ihnen. Nachdem sie sich den Pilgerpass organisiert und ein wenig durch die Stadt gebummelt waren, übernachteten sie in einer städtischen Herberge mit 150 Betten direkt neben der Kathedrale.
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