Zuschlag für einkommensschwächere Familien
Anschaffung von Lastenrädern wird bezuschusst

Telgte -

Wer ein Lastenrad oder einen Lastenanhänger anschafft, der kann mit einem Zuschuss rechnen. Eine besondere Regelung gibt es für einkommensschwache Familien.

Mittwoch, 21.04.2021, 18:09 Uhr aktualisiert: 22.04.2021, 14:12 Uhr
Die Anschaffung von Lastenfahrrädern und -anhängern wird künftig von der Stadt Telgte bezuschusst. 20 000 Euro werden dafür im Haushalt 2021 bereitgestellt.
Die Anschaffung von Lastenfahrrädern und -anhängern wird künftig von der Stadt Telgte bezuschusst. 20 000 Euro werden dafür im Haushalt 2021 bereitgestellt. Foto: Stadt Drensteinfurt

Der neu gebildete Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität hat einstimmig eine Zuschussförderung für Privatpersonen zur Anschaffung von Lastenfahrrädern und -anhängern beschlossen. Die einmalige Zuwendung beträgt 30 Prozent des Anschaffungspreises inklusive Mehrwertsteuer mit einer Höchstgrenze für elektrisch betriebene Lastenräder von 750 Euro, für muskelbetriebene Lastenräder 500 Euro und für Fahrradlastenanhänger von 100 Euro. 20 000 Euro stehen dafür im Haushalt 2021 bereit.

Nach Einstimmigkeit hatte es zunächst nicht ausgesehen, sah Norbert Woestmeyer ( CDU ) die Förderung doch als „hochgradig sozial ungerecht“ an. „Leute mit niedrigem Gehalt werden nie in den Genuss kommen“, sagte er. Auf Vorschlag von Bürgermeister Wolfgang Pieper einigten sich Fraktionen darauf, dass bei einem Gehalt bis 37 000 Euro zusätzliche 30 Prozent auf die Fördersumme aufgeschlagen werden sollen, um einkommensschwächere Familien zu unterstützen.

Diese Förderung soll einen Betrag dazu leisten, dass die Stadt Telgte ihre Strategie zur Erreichung eines klimaneutralen Stadtgebietes bis 2040 umsetzen kann. In der Klimastrategie 2040 wird dieses Förderprogramm als Sofort-Maßnahme im Handlungsfeld „Mobilität“ definiert. „Denn Lastenräder stellen einen wichtigen Baustein einer nachhaltigen Mobilität dar und sind eine klimafreundliche, ressourcenschonende und gesundheitsfördernde Alternative zum Kraftfahrzeugverkehr“, heißt es in der Begründung der Verwaltung. Eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs durch den Umstieg und die Nutzung von Lastenrädern trage zur Verminderung von Lärm, Feinstaub, Stickoxid-Abgasen und zur Einsparung von CO bei. Gleichzeitig werde der innerörtliche Modal-Split-Anteil des Radverkehrs weiter erhöht. Außerdem werde mit diesem Förderprogramm das energiepolitische Arbeitsprogramm zum European Energy Award (eea) im Themenfeld Mobilität ergänzt.

„Die Stadt Telgte fördert diese umweltfreundliche Mobilität und schafft mit dem Förderprogramm einen finanziellen Anreiz, verstärkt auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel zu setzen, um damit Fahrten mit dem Kraftfahrzeug zu ersetzen“, heißt es weiter.

Gewerbetreibende sind von dieser Förderung ausgenommen, weil es für bereits ein entsprechendes Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen gibt.

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