Warendorf
Besucher „stürmen“ Kreuzkloster

Sonntag, 16.09.2007, 18:09 Uhr

Freckenhorst . Vor 150 Jahren prägte ein neu errichtetes repräsentatives Kloster- und Schulgebäude im neugotischen Stil in damals freier Lage am südlichen Rand des Dorfes das Ortsbild wesentlich mit. Anlässlich dieses Jubiläums führte das seit 1973 dort befindliche Senioren-Wohnheim am Samstag einen Tag der offenen Tür durch. Hauptattraktion war die Eröffnung einer Bilder- und Texte - Ausstellung (bis zum 23. September von 8 bis 20 Uhr frei zugänglich) über die wechselhafte Geschichte des „Klosters zum Heiligen Kreuz“, die Wolfgang Otterpohl den Besuchern in einem kurzen Abriss darstellte. In dem ursprünglich von Franziskanerinnen bewohnten Kloster habe sich, den von Klaus Gruhn angestellten Recherchen zufolge, ein wichtiger Teil ländlicher Bildungsgeschichte in Westfalen vollzogen. Als Haushaltungs-, Landfrauen- und Berufsfachschule dienten die Räumlichkeiten ebenso wie als Ausweichquartier der Raphaelsklinik Münster.

Nach Umbau und Erweiterung vor fast 35 Jahren ist auf dem Gelände für die älteren Mitbewohner die Wohnoase „Gepflegt Wohnen im Park“ geschaffen worden. Der Tag der offenen Tür erlaubte den Besuchern, Einblicke in alle Bereiche und auch in einige Wohnungen des Hauses zu nehmen. Hiervon machten zahlreiche Menschen Gebrauch. Für die Kinder wurde Unterhaltung geboten, indem sie sich in Mal- und Bastelecken sowie auf einer Hüpfburg vergnügen konnten.

Bei Führungen durch das Haus erläuterten Mitarbeiterinnen der Verwaltung oder des Pflegedienstes die nützlichen und weiträumigen Einrichtungen. Vier Wohnbereiche für die 72 pflegebedürftigen Senioren grenzen sich von dem Bereich für Betreutes Wohnen räumlich ab. Die notwendigen Hilfsdienste verrichten 14 Mitarbeiter in der Bewirtschaftung des Hauses und 51 Pflegekräfte. Sie sind die Stützen von Heimleiterin Monika Abeling und Pflegedienstleiterin Rita Ehrenborg.

Geboten werden den Senioren in der Wohnanlage viele Möglichkeiten zu Erhaltung oder Verbesserung ihrer körperlichen Bewegung sowie ihrer geistigen Kräfte. Mit der Zunahme des Durchschnittsalters der Bewohner wachsen auch die Anforderungen an das Personal. Insbesondere die an Demenz leidenden Bewohner benötigen besonders intensive Zuwendung.

Am Samstag waren die äußeren Gegebenheiten so günstig, dass auch die alten Menschen vor dem Hause bei Kaffee und Kuchen zusammen mit ihren Besuchern noch spätsomnmerliche Sonnenstrahlen einfangen konnten. So blieben bei angenehmen Außentemperaturen die Haustüren im wahren Wortsinn offen.

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