Warendorf
Flötentöne: Orgel und Klarinette zum Start

Montag, 10.09.2007, 12:09 Uhr

Warendorf . Am kommenden Sonntag, 16. September, gehen die „Galeriekonzerte” in eine neue Runde.

Das Eröffnungskonzert findet aber nicht wie gewöhnlich im Konzertsaal an der Kurzen Kesselstraße statt. Vielmehr werden Susanne Ehrhardt (Blockflöte und Klarinette ) und Matthias Eisenberg ( Orgel ) ab 20 Uhr in der Kirche des Franziskanerklosters auftreten.

Vor vier Jahren bereits konnte das Warendorfer Publikum die herausragenden Künste Ehrhardts und Eisenbergs in der „Paterskirche“ bewundern. Die Karrieren der beiden beginnen um 1980 in der DDR und führen hin zu internationalen Erfolgen. Susanne Ehrhardt leitet heute die Blockflötenklasse an der Hanns-Eisler-Musikhochschule in Berlin. Sie ist aber auch gleichermaßen Spezialistin für historische Klarinetteninstrumente und wird in Warendorf sowohl Flöte als auch Klarinette spielen. Susanne Ehrhardts Studien beider Instrumente führten sie nach Berlin, Amsterdam und Den Haag. Preise errang sie ebenfalls in beiden Sparten, so etwa beim ARD-Wettbewerb oder beim Internationalen Wettbewerb Musica Antiqua in Brügge.

Matthias Eisenberg wurde schon im Alter von 24 Jahren von Kurt Masur als Organist an das damals gerade fertig gestellte neue Gewandhaus in Leipzig verpflichtet. Seine vielfältigen künstlerischen Aktivitäten sicherten ihm schon früh eine für Organisten ungewöhnliche Popularität, die 1986 durch seine Übersiedlung in den Westen noch erhöht wurde. Konzertreisen führen ihn um die ganze Welt, das Orgelwerk Johann Sebastian Bachs hat er auf zwölf CDs eingespielt. Zu einem geradezu triumphalen Erfolg wurde im Januar 2001 sein erster Auftritt nach 15 Jahren im Leipziger Gewandhaus: In dem seit Wochen ausverkauften Haus erklatschte sich das Publikum eine Zugaben-Serie von mehr als einer Stunde. Seit 2004 wirkt Eisenberg als Kantor und Organist an den drei Hauptkirchen in der sächsischen Stadt Zwickau.

An vier Stellen des Programms werden Susanne Ehrhardt und Matthias Eisenberg gemeinsam musizieren: Zu Beginn bei Wolfgang Amadeus Mozarts „Grande Sonate“, bearbeitet für Klarinette und Orgel. Später dann bei drei Liedern für Klarinette und Orgel von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie bei einer e-Moll-Blockflötensonate von Georg Philipp Telemann. Am Schluss des Programms steht Antonio Vivaldis populäres Concerto in C-Dur für Sopranino-Blockflöte, Streicher und Basso continuo, wobei der Orchesterpart hier von der Orgel übernommen wird. Solistische Musik für Blockflöte präsentiert Susanne Ehrhardt mit sechs Recercaden aus dem 16. Jahrhundert, komponiert von dem Spanier Diego Ortiz. Als Konzertorganist tritt Matthias Eisenberg zweimal in Erscheinung. Zum einen wird er die 4. Orgelsonate (B-Dur, op.65 Nr.4) von Felix Mendelssohn Bartholdy spielen. Zum anderen wird er Johann Sebastian Bachs berühmte „Fantasie und Fuge” in g-Moll BWV 542 interpretieren.

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