Warendorf
Imker werben für ihr Hobby

Donnerstag, 24.01.2008, 16:01 Uhr

Warendorf . Honig ist als Brotaufstrich und Süßstoff ein weit verbreitetes Lebensmittel. Der Mensch nutzt dies von den Honigbienen aus dem Nektar von Blüten und Honigtau gewonnene Produkt schon seit der Steinzeit. Selbst als Heilmittel ist der Honig nicht unbekannt. Er dient darüber hinaus den Bienen zur eigenen Nahrungsvorsorge.

Die Insekten verdienen es wegen ihrer Nützlichkeit für das leibliche Wohl des Menschen, sorgsam umhegt und gepflegt zu werden. Darum kümmert sich der Imker, der seine Bienenvölker in Bienenstöcken züchtet, welche als Brutnester vor Witterungseinflüssen und Eingriffen anderer Tiere besten Schutz bieten. Aus den Waben dieser Unterkünfte kann der Honig effizient geerntet werden.

Der Themenbereich Biene, Honig, Imker ist sehr umfassend. Mit der Zeit entwickelten sich dazu immer neue Erkenntnisse. Das hat der Imkerverein Warendorf jetzt zum Anlass genommen, der Stadtbücherei eine Auswahl von fünf aktuellen Büchern, darunter ein großes Lexikon, zur Einfügung in das Leseangebot zu spenden. Der Anfänger, der sich Grundwissen über die Bienenhaltung aneignen möchte, wird hier ebenso fündig wie die Hausfrau, die sich über die Verwendung des Honigs in der Küche informieren will. Das Kind kann sich unterhaltsame Geschichten rund um die Biene und den Honig ausleihen.

Im Rahmen eines Pressegesprächs in der Bücherei beklagten Margret Westmeyer (Vorsitzende des Imkervereins Warendorf) und Michael Ruhe (Kassenwart), dass es hierzulande zu wenig Imker gebe. Deshalb werde der Jahresbedarf an Honig nur noch zu rund 20 Prozent aus der Eigenzüchtung gedeckt, der weit größere Anteil müsse importiert werden. Die beiden Hobby-Imker wollen weitere Naturliebhaber ermuntern, selbst Bienenhalter zu werden oder in Teilen ihrer Gärten Blumenwiesen als Anflugobjekte der Bienen anzulegen. Jeder Anwärter finde beim Imerverein notwendigen Rat und Unterstütung ebenso wie Informationen über den Investitionsaufwand für eine Grundausstattung. Für den Kauf von zwei bis drei Bienenvölkern, Kisten, Rähmchen, Kleinschleuder und Zubehör müsse mit rund 1 500 Euro gerechnet werden. Dem stehe aber nicht nur der Honigertrag allein gegenüber, sondern der Freizeitgewinn und die Nähe zur Natur sei eine gleichfalls wertvolle Entschädigung.

Empfohlen wird, sich dem Imkerverein anzuschließen, um über das aktuelle Geschehen unterrichtet zu werden und auch gegen Schäden am Bienenvolk versichert zu sein. |Kontakt: 0 25 86 /15 73, Margret Westmeyer, Beelen, 0 25 81 /79 01 Rosi Alsmann, Warendorf, 0 25 83 / 37 98 Michael Ruhe, Sassenberg.

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