Warendorf
Kein „Pro WAF“ ohne Kultur

Freitag, 18.01.2008, 16:01 Uhr

Warendorf . Ihre traditionelle Neujahrssitzung mit ehemaligen Fraktionsmitgliedern, darunter auch Altbürgermeister Dr. Günther Drescher, führte die CDU-Fraktion jetzt auf dem Hof Schulze-Vohren durch.

Fraktionschef Bernd Halbuer sprach bei der Veranstaltung Dank und Anerkennung an Martin Schäpermeier aus, der mit Ablauf des Jahres 2007 nach vielen Jahren des Engagements im Sozialausschuss und im Bereich der städtischen Eigenbetriebe aus dem Rat der Stadt ausgeschieden ist. Sein Dank galt außerdem Hermann Wohlers der nach zwölf Jahren Einsatz als stellvertretender Fraktionsvorsitzender aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben musste. „Du hast Dir unter anderem als wandelndes Archiv in Bau- und Planungsfragen unschätzbare Verdienste für unsere Arbeit erworben“, kommentierte Halbuer das Engagement von Hermann Wohlers. Worte des Dankes fand er außerdem für die von Doris Schroer, Andrea Blacha und Rolf Berlemann im Fraktionsvorstand geleistete Arbeit.

Kurz ging der Fraktionsvorsitzende auf die Kommunalpolitik ein und stellte fest, dass es die CDU als der größte Fraktion im Rat auch 2007 geschafft habe, „gemäß unserem Leitspruch Politik für unsere Stadt erfolgreich zu gestalten“. Zwar sei es auch 2007 nicht gelungen, mit einer anderen Fraktion eine feste Zusammenarbeit zu vereinbaren. „Aber wir haben mit wechselnden Mehrheiten unsere Ziele oft verwirklichen können“, bemerkte Halbuer.

Als Beispiele nannte er unter anderem die kurzfristige Realisierung des Aufzugs am neuen Standort der Stadtbücherei, Erhalt des Zweckverbandes Bauernfriedhof, Erhalt der Hauptschule Freckenhorst in Zusammenarbeit mit der Landesregierung, Verabschiedung eines Bäderkonzeptes, das unter anderem eine Sanierung des Freibades vorsieht, Weiterentwicklung des EKZ Bürgerhof. Er betonte, dass einiges davon auch gegen die ursprünglichen Absichten der Verwaltung und des Bürgermeisters geschehen sei.

Als Ziele für 2008 und später nannte Halbuer schwerpunktmäßig die Gründung der „Pro Warendorf GmbH“. „Wir werden unsere Zustimmung aber nur geben, wenn der Bereich Kultur als ein wichtiger Bereich in die Arbeit der geplanten Stadtmarketing- Gesellschaft eingegliedert wird“, kündigte Halbuer an. Er wandte sich damit eindeutig gegen die Aussage der Gutachter, die zurzeit auch noch von Bürgermeister Walter geteilt werde, und stützte sich dabei auf Aussagen von Vertretern des Verkehrsvereins und des Mittelstandes, die sich klar gegen die Absicht geäußert hätten, die Kultur nicht in die „Pro Warendorf GmbH“ einzubeziehen.

Als weitere Schwerpunkte der Arbeit der CDU-Fraktion nannte Halbuer die Realisierung der Bahnhofsbebauung, Sanierung der Bäder, Sanierung der Wirtschaftswege, Sicherung einer dauerhaft tragfähigen und guten Schulstruktur, konzeptionelle Entwicklung der Flächen am Kloster und der Brinkhaus- Flächen, Beschäftigungsförderung durch kommunale Konzepte und als gedanklichen Überbau die Formulierung von Leitlinien zur Stadtentwicklung.

Das anschließende Abendessen wurde garniert durch Dieter Lohmann aus Beelen, der sich selbst „Gebrauchslyriker“ nennt und einige seiner Gedichte zum offensichtlichen Vergnügen der Anwesenden vortrug.

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