Warendorf
Milter wohnen gern in ihrem Dorf

Mittwoch, 13.02.2008, 17:02 Uhr

Milte . Der Arbeitskreis Milter Bürger hatte zur Präsentation der Auswertung aus der Fragebogenaktion vom letzten Herbst in die Schützenhalle eingeladen: 230 Interessenten warteten dort gespannt auf die oft erstaunlichen Ergebnisse. Auf die Frage „Wohnen Sie gern in Milte?“ antworteten 96,4 Prozent mit Ja, und nur 3,6 Prozent mit Nein. Zur Frage: Soll Milte am Wettbewerb „ Unser Dorf hat Zukunft “ teilnehmen, antworteten 95 Prozent mit „Ja!“.

Dr. Hermann Mesch hatte zuvor die Vertreter der Stadt, Baudirektor Oliver Knaup , Wirtschaftsförderer Torsten Krumme, Heinz-Jürgen Müller vom Kreis Warendorf , Karl Jasbinschek von der katholischen und Dr. Uwe Gryczan von der evangelischen Kirchengemeinde begrüßt. Sein Gruß galt auch der Schulleiterin Ursula Voß, und der Leiterin des Kindergartens Maria Heuer, sowie dem Polizeioberkommissar Bernhard Ostkamp.

An positiven Eigenschaften in Milte wurde an erster Stelle das Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft von 311 Personen genannt. Auch das aktive Vereinsleben nannten 249 Bürger.

An Negativem wurden fehlende Einkaufsmöglichkeiten von 262 Personen moniert. 110 kritisierten die schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, vor allem nach Münster. Klatsch und Tratsch gehörte ebenfalls in diese Kategorie.

Bei der Verkehrssicherheit sind die Kreuzungen bei Biedendieck und am Hause von Josef Schräer als neuralgische Punkte ausgemacht worden.

Gefragt wurde auch, wie man sich in Milte informiert fühlt. Über Politik heißt es mit 308 „weniger gut“, über die Kirche jedoch mit 482 „gut“ und über die Vereine mit 467 ebenfalls „gut“. Der Jahresveranstaltungskalender der Milter Vereine wird von über 95 Prozent für gut befunden.

Bei der Frage: „Lohnt es sich, für den langfristigen Erhalt der Schule und des Kindergartens im Dorf zu engagieren“? antworteten 702 Bürger mit Ja.

73 Prozent der Befragten nutzen Angebote der örtlichen Vereine. An der Spitze steht dabei mit 248 Nennungen die DJK. Sehr oft werden dabei auch der Schützenverein, die Frauengemeinschaft und die Kolpingsfamilie genannt. 60 Prozent der Milter meinten, dass die Einwohnerzahl steigen solle – aber langsam.

Bauplätze und Gewerbegrundstücke sollen für alle Interessenten zur Verfügung stehen. Die Frage „Was glauben Sie, sind die wichtigsten Aufgaben in den nächsten fünf Jahren in Milte?“ wurde mit Bebauung / Bevölkerungsentwicklung (267), Geschäfte erhalten / Angebot erweitern (187) und Standorterhalt Schule und Kindergarten (123) beantwortet. Aber auch die Infrastruktur soll verbessert werden, der Erhalt der Arztpraxis und eine bessere Verkehrsanbindung nach Münster werden gefordert.

Im Anschluss an die Präsentation wurde das Ergebnis diskutiert. Hierbei gestand Baudirektor Knaup ein, dass das Genehmigungsverfahren beim ersten Bauabschnitt „Königstal“ zu lange gedauert habe. Der zweite Bauabschnitt solle zügiger vonstatten gehen. Zur Frage von Hubert Lietmann nach der Regionalplanung antwortete Knaup, dass diese Angelegenheit voraussichtlich zum Jahresende erledigt sei.

Zur Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ findet am 6. Mai eine Präsentation im Kreishaus statt und am 4. Juni ist die Dorfbegehung der Bewertungskommission.

Zum Abschluss der Versammlung wurden die Bürger gebeten, sich in einem Arbeitskreis zur Dorfentwicklung zu engagieren. Die erste Zusammenkunft, zu der jeder kommen kann, ob angemeldet oder nicht, ist am Montag, 18. Februar, um 19.30 Uhr im Gasthof Biedendieck. Der bisherige „Arbeitskreis Milter Bürger“, der die Fragebogenaktion durchgeführt hat, ist somit aufgelöst.

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