Warendorf
Freibad-Café mit doppelter Funktion

Dienstag, 11.03.2008, 01:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.03.2008, 01:00 Uhr

Warendorf . Verzichtet hat die Stadt aus Kostengründen auf den Neubau einer Caféteria am Freibad . Der Bau hätte ein Loch von 270 000 Euro ins Stadtsäckel gerissen. Geld, das die Stadt nicht hat. Der Neubau-Gedanke wurde aber nicht verworfen. Nunwird eine Realisierung über einen privaten Investor angestrebt. „Wir würden uns wünschen, dass die Gastronomie nicht nur die Freibad-Gäste bewirtet, sondern auch die Spaziergänger, die den Emssee umrunden“, sagte Bürgermeister Jochen Walter im Hauptausschuss und fügte hinzu: „Ein Cafe mit doppelter Funktion.“

Um die Kosten für die Freibadsanierung noch weiter zu reduzieren, soll die 90 Quadratmeter große Hausmeisterwohnung auf dem Freibadgelände, die zurzeit vermietet ist, aufgegeben werden. Ersparnis: 75 000 Euro. Die Hausmeisterwohnung werde nicht genutzt und künftig auch nicht benötigt, hieß es. Geplant ist hier lediglich die Sanierung der Außenfassade. Kosten: 25 000 Euro.

Im Hauptausschuss wurde jedoch der Ruf laut, die Hausmeisterwohnung nicht so einfach aufzugeben. Begründung: Eine Sanierung würde sich auf Dauer bei den Mieteinnahmen bezahlt machen. Das soll jetzt geprüft werden.

Für 2,6 Millionen Euro (ursprünglich waren es noch drei Millionen) soll das Freibad saniert werden. Mit den Arbeiten soll nach der Saison 2008 begonnen werden. Die Fertigstellung ist zur Freibadsaison 2009 geplant.

„Die Sanierung des Freibades ist für Warendorf drei Nummern zu groß“, drückte FWG-Ratsherr Gerd Berlage im Hauptausschuss auf die Schuldenbremse. Ihm lag angesichts des immer noch eng gestrickten Haushalts für 2008 die städtische Finanzspritze an die Stadtwerke schwer im Magen. Zwischen 250 000 und 380 000 Euro will die Stadt jährlich bis 2012 zum Ausgleich der Bäderverluste an die Stadtwerke (Betreiber der Bäder) zahlen. Berlage regte deshalb an, die Sanierung zunächst für zwei Jahre zurückzustellen und sich statt dessen auf das Hallenbad zu konzentrieren.

Auch hier hat die Stadt Sanierungsarbeiten in den nächsten zwei Jahren geplant. Investitionsvolumen: 452 000 Euro. Noch in diesem Jahr soll die permanente Undichtigkeit zum Kellerbereich durch eine Abdichtung des Beckenumgangs- und Umkleidebereichs gestoppt werden. 2009 sollen dann im Hallenbad die Sanierung von Fenstern und Fassade folgen. Der Erhalt von Freibad, Hallenbad und Lehrschwimmbecken (Freckenhorst) gehört zum Bäderkonzept der Stadt, das im Hauptausschuss eine große Mehrheit fand und am Donnerstag (13. März) im Rat verabschiedet werden soll.

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