Warendorf
Akzent auf das Thema Zukunft gelegt

Mittwoch, 07.05.2008, 10:05 Uhr

Milte . Die Milter sind ein eigensinniges Völkchen . Getreu der Devise „Gemeinsam sind wir stark“ pflegen sie von alters her zu verwirklichen, was sie sich einmal in den Kopf gesetzt haben. So schreckten sie im Jahr 1826, nachdem ihre Kirche abgebrannt war, nicht davor zurück, sich mit dem König anzulegen. Die Milter hatten König Wilhelm III. von Preußen um einen Zuschuss zum Bau einer neuen Kirche gebeten. Vergebens. Der König empfahl ihnen, in die Kirche nach Vinnenberg zu gehen – und damit ihren Ort aufzugeben. Doch die Milter bestimmten Kollektoren in ihrer Gemeinde und sammelten zweieinhalbtausend Taler für den Neubau ihrer Kirche. Mit dieser kurzweiligen Anekdote leitete Dr. Hermann Mesch , Vorsitzender des Heimatvereins, gestern in Oelde seine nicht minder kurzweilige Präsentation Miltes zum Kreiswettbewerb „ Unser Dorf hat Zukunft “ ein.

Mesch erinnerte daran, dass sich das Dorf vor 21 Jahren letztmals an dem Wettbewerb beteiligt hatte, der damals noch unter „Unser Dorf soll schöner werden“ firmierte. Nur kurz ging der Archäologe auf das Vereinsleben und das Engagement von Reitverein, DJK Milte und Bürgerschützen ein, die in den vergangenen Jahren mit vereinten Kräften drei Vereinsheime geschaffen haben.

Den Schwerpunkt seiner Präsentation legte Mesch – passend zum neuen Motto des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ – auf den im Anschluss an eine Bürgerbefragung gegründeten Arbeitskreis „Milter Bürger“. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Dorf zukunftsfähig zu machen.

Denn wie einst ihre Ahnen, sind die Milter am Fortbestand ihres Dorfes interessiert. Sie wünschen sich unter anderem, wie die Ergebnisse der Bürgerbefragung eindrucksvoll zeigen, bessere Einkaufsmöglichkeiten, Bauplätze, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Gemeinschaftsaktionen und die bessere Integration von Neubürgern. Seinen erfrischend-kurzen Vortrag – der Heimatvereinsvorsitzende brauchte, anders als alle Mitbewerber, lediglich die Hälfte der ihm eingeräumten Redezeit von insgesamt 20 Minuten – beendete Dr. Hermann Mesch mit einem Hinweis auf den Internet-Auftritt Miltes. Seit vier Tagen ist das Dorf an der Hessel auch in der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia zu finden. Alles Wissenswerte über Milte sei hier zu erfahren. Damit sich die Mitglieder der Bewertungskommission im Vorfeld ihres Besuches in Milte am 4. Juni schon einmal einlesen können, gab Mesch ihnen zum Abschluss der Präsentation ein Info-Kärtchen des Arbeitskreises Milter Bürger an die Hand.

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|http://de.wikipedia.org/ wiki/Milte

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