Warendorf
Ein glanzvolles Kombinationsspiel

Donnerstag, 19.06.2008, 22:06 Uhr

Von Peter Harke

Ahlen / Warendorf . Bei den drei Vorrundenspielen der deutschen Mannschaft hatten bis zu tausend Fußballanhänger den Saal jedes Mal in ein Tollhaus verwandelt. Gestern Abend mussten sich die Fans auf andere Lokalitäten zum „Public Viewing“ des Viertelfinales gegen Portugal verteilen, und in der Ahlener Stadthalle ging es deutlich gesitteter zu – das größte EM-Studio der Stadt blieb exklusiv den Vertretern der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf vorbehalten. Doch nach der Devise „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ flimmerten statt der Ballakrobatik von Ballack und Ronaldo zunächst viele nüchterne Zahlen über die Leinwand. Aber auch für die gab es Applaus. Denn Vorstand und Mitarbeiter der Bank hatten im vergangenen Jahr „ein glanzvolles Kombinationsspiel “ gezeigt, wie der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Budde lobte.

Dieser positiven Beurteilung der „Mannschaftsleistung“ schloss sich das „Bankparlament“ an: Einstimmig billigten die 101 anwesenden Vertreter den Jahresabschluss, erteilten sie Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung und folgten dem Vorschlag zur Gewinnverwendung: Mit einer Dividende von fünf Prozent sollen die 22 949 Mitglieder der Genossenschaftsbank am erwirtschafteten Überschuss in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro beteiligt werden.

In der Champions League spielt die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf zwar – noch – nicht, mit einer Bilanzsumme von 687 Millionen Euro zählt das Institut aber immerhin zu den 200 größten Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. In seinem Rechenschaftsbericht verbuchte Vorstandsmitglied Dieter Ritter weiterhin als Erfolg, dass das betreute Kundenvolumen gegenüber dem Vorjahr um knapp 2,2 Prozent gesteigert werden konnte und sich somit auf rund 1,5 Milliarden Euro beläuft. Auch das Kreditgeschäft verzeichnete ein Wachstum. Es belief sich zum Bilanzstichtag 31.12.2007 auf 487 Millionen Euro; von Kreditausfällen, so Ritter, sei die Bank im Vorjahr glücklicherweise „nahezu unberührt“ geblieben.

Auf die geplatzte „Hochzeit“ mit der Vereinigten Volksbank in Telgte ging Dieter Ritter mit keinem Wort mehr ein. Andere Fusionen oder auch nur Kooperationen mit benachbarten Genossenschaftsbanken zeichneten sich „derzeit“ nicht ab – „leider“, wie der Vorstandssprecher hinzufügte.

Weiterer Bericht folgt.

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