Warendorf
Besser geht es gar nicht

Dienstag, 30.09.2008, 18:09 Uhr

-at- Warendorf . Es war eine große Überraschung, die Manfred Thiesmann da gestern Morgen in der Bundeswehrsportschule erwartete – und eine äußerst gelungene dazu. Ob Spitzensportler wie der ehemalige Schwimmweltmeister Markus Warnecke oder langjährige Weggefährten aus der Führung des Deutschen Schwimmverbands ( DSV ) wie der ehemalige Sportdirektor Ralf Beckmann oder der ehemalige Vorsitzende des DSV-Trainerrats Horst Melzer: alle waren gekommen, um dem Bundestrainer Schwimmen seinen Abschied aus dem Amt nach 28 Jahren etwas leichter zu machen.

Begonnen hatte die Abschiedszeremonie, vorbereitet von DSV-Stützpunkttrainer Uwe Wittke, schon am Montag bei einem Saunaabend mit langjährigen Weggefährten. Gestern Morgen fand in der Bundeswehrsportschule dann ein Überraschungstraining statt, wenig später begrüßten den Pensionär dann Oberstleutnant Michael Teckentrup als Kommandeur der Bundeswehrsportschule sowie, stellvertretend für den Leiter des Olympiastützpunktes, Ulrich Vetter bei einem Empfang in der Sportschule.

„Ich war sehr überrascht, dass die Bundeswehr mich verabschiedet, wo ich doch in den 28 Jahren als Trainer hier immer nur Gast war“, freute sich Thiesmann, umso mehr, weil der DSV selbst ihm zu seinem Ausscheiden als Bundestrainer nicht einmal eine Karte geschickt habe. Bei der Bundeswehr habe er sich immer gut aufgehoben und in seiner Arbeit unterstützt gefühlt: „Besser ging es gar nicht.“

Ein Lob, das der Kommandeur der Bundeswehrsportschule gern zurück gab: „Es war mir eine Freude mit Ihnen zusammen zu arbeiten“, so Teckentrup, der Thiesmann als engagierten Trainer schätzte, der neue Methoden und sportwissenschaftlichen Erkenntnissen gegenüber aufgeschlossen sei: „Von Ihnen haben viele profitiert.“

Manfred Thiesmann, Jahrgang 1945) arbeitete seit 1975 als Trainer für den DSV, seit 1980 war er als Bundestrainer mit Sitz in Warendorf zuständig für die Spitzensportförderung der Bundeswehr und der Herren-Nationalmannschaft. Als solcher betreute er erfolgreiche Schwimmer wie zum Beispiel den mehrfachen Olympiasieger und Weltmeister Michael Groß. Seit 2006 setzte der DSV Thiesmann jedoch nur noch vereinzelt ein. Bei den Olympischen Spielen war er lediglich Zuschauer.

Für den Ruhestand hat Manfred Thiesmann noch keine konkreten Pläne. Aber ruhig wird es wohl nicht zugehen: „Ich möchte im Schwimmsport gerne noch ein bisschen bewegen, wenn auch nicht mehr vom Beckenrand aus.“

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