Warendorf
Für mehr Natur im Emsseepark: Bürger packen an

Sonntag, 29.03.2009, 12:03 Uhr

Warendorf - Der ein oder andere Spaziergänger blieb am Samstagmorgen verwundert stehen, um das geschäftige Treiben am Emssee zu beobachten. In der Nähe der Fußgängerbrücke am Nordufer packten rund 25 Bürger freiwillig zu Spaten, Gartenschere und Gießkanne, um eine naturnahe Hecke zu pflanzen.

Dort, wo sonst Strauchkiefern und Spiräen wucherten, wachsen von nun an Weißdorn, Wildkirsche, Heckenkirsche, Schneeball und Pfaffenhütchen. Die Idee für die Aktion stammt vom Arbeitskreis Wald und Umwelt der lokalen „Agenda 21“ in Warendorf. „Wir haben schon öfter gemeinsam mit der Stadt Begehungen des Emsseeparks gemacht“, erklärt Wolfgang Schulze , Sprecher des Arbeitskreises.

Dabei waren beide Seiten zu dem Schluss gekommen, dass die Natur im Gegensatz zur Parkgestaltung ein wenig zu kurz kommt. „Für die Bürger ist ein artenreiches Heckenbild schöner“, meint Schulze.

Mit dieser Auffassung scheint er nicht allein zu stehen, denn auf den Bürger-Aufruf kamen am Samstagmorgen rund 25 freiwillige Helfer, um die 110 Gewächse einzupflanzen. Den Boden hatten Mitarbeiter des Baubetriebshofes zuvor gerodet.

Die Pflanzenarten hat der Arbeitskreis mit Bedacht ausgesucht, denn sie erfüllen gleich einen doppelten Zweck: Im Sommer soll die neue Hecke für ein buntes Blütenmeer sorgen und im Herbst mit ihren Früchten und Samen die Vögel versorgen.

„Früher gab es hier einmal Nachtigallen“, weiß Schulze. Womöglich lassen die sich jetzt durch die neue Bepflanzung wieder anlocken. Einen Zweck hat die Aktion jedoch schon jetzt erfüllt: Die Bürger werden auf die Natur in ihrer Umgebung aufmerksam. „Dieser Emsseepark ist ein Kleinod“, sagt Ratsfrau Mechthild Wolff.

Am Ziel ist der Arbeitskreis noch nicht, denn die Pflanzaktion bildet im Idealfall nur den Auftakt für weitere Projekte: „Wir wollten erst einmal die Reaktion der Bürger abwarten“, so Schulze.

Im Herbst möchten sich die Aktiven erneut nach Plätzen umschauen, an denen der Spaten zum Einsatz kommen könnte. Die Aktion am Samstag wurde unterstützt durch die Jugendorganisation des NABU sowie den Heimatverein, der auch finanzielle Hilfe leistete. Spender werden jedoch weiterhin gesucht.

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