Warendorf
Mehr Natur an die Ems: Unser See soll schöner werden

Mittwoch, 25.03.2009, 22:03 Uhr

Warendorf - Während um die Gestaltung des südlichen Emsseeufers mit Gastronomie und Sonnendeck gerade ein heftiger Streit geführt wird, soll es auch am Nordufer Veränderungen geben. Die allerdings treffen auf breite Zustimmung.

Der Arbeitskreis „Wald und Ökologie“ der Lokalen Agenda 21 will in Absprache und mit Hilfe der Stadt nach und nach unattraktive Pflanzabschnitte roden und neu gestalten. Los geht es mit einem rund 50 Meter langen Abschnitt am Nordufer, der heute mit schlichten Bergkiefern und Spiräen bepflanzt ist. Sie sollen durch Haselnuss, Weißdorn oder Schneeball ersetzt werden.

Das will der Arbeitskreis Wald und Ökologie allerdings nicht alleine in Angriff nehmen: Er möchte die Bürger überzeugen, aktiv an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Emsseeparks mitzuwirken. Am Samstag (28. März) um 10 Uhr, geht es nun zur Sache. An der Nordseite des Emssees, unweit der Fußgängerbrücke, wird eine artenreiche Strauchhecke gepflanzt. Weissdorn, Schnellball, Pfaffenhütchen, Eberesche und Vogelkirsche sollen für ein buntes Blütenmeer und im Herbst mit ihren Samen für reichlich Vogelfutter sorgen. Mitarbeiter des Bauhofs haben den Bereich bereits gerodet und vorbereitet. Jetzt sind fleißige Helfer gefragt, die mit Spaten und Engagement ausgerüstet am Samstagmorgen mithelfen.

Wolfgang Schulze von der Lokalen Agenda 21: „Der Emsseepark ist der Feierabend-Erholungsraum der Bürger. Hier treffen unterschiedliche Ansprüche aufeinander - Herrchen und Frauchen mit Hund, Spaziergänger, Läufer, Jogger und Reiter.“

Dafür ist die Parklandschaft, gepaart mit dem Emssee , eine entspannende Kulisse. Gärtnerische Aspekte und naturnahe Bereiche ergänzen sich und machen den besonderen Reiz aus.

Bis vor wenigen Jahren, so Schulze, war hier noch die Nachtigall mit ihrem einzigartigen Gesang zu hören. Das ist vorbei: „Es fehlen die naturnahen Hecken mit ihren blüten- und fruchtreichen Straucharten. Die sehen im Frühjahr und Herbst nicht nur interessant aus, sie sind auch Brut- und Nahrungsraum zahlreicher Singvögel.“

Denen möchte der Arbeitskreis wieder eine Heimat geben - mit Hilfe der Bürger. „Wir wollen erreichen, dass sich die Menschen noch mehr mit ihrer Stadt identifizieren. Engagierte Bürger passen besser auf. Der Vandalismus wird geringer.“

Auch die Tierwelt soll natürlich profitieren. Blütenreiche Sträucher locken Insekten an. Summende Hecken sind ein Hörgenuss für Spaziergänger. Nach einiger Zeit erwartet Schulze in den dichter werdenden Heckenabschnitten auch wieder mehr Vögel.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/554591?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F706512%2F706754%2F
Nachrichten-Ticker